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Kritik vom Rechnungshof : Digitalisierung in der EU-Industrie uneinheitlich

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Beim Zulieferer Bosch werden Betriebsdaten von vernetzten Maschinen über ein Tablet kontrolliert. Bild: dpa

Die Prüfer bemängeln, dass die EU-Mitgliedsstaaten die Transformation mit unterschiedlichem Tempo angehen. Die Akzeptanz müsse gesteigert werden, um im Wettbewerb nicht den Anschluss zu verlieren.

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          Bei der Digitalisierung der europäischen Industrie gibt es nach Ansicht des Europäischen Rechnungshofes große Unterschiede. Zwar habe diese in den vergangenen Jahren Fortschritte gemacht. Es gebe aber „unterschiedliche Geschwindigkeiten“ bei Ländern, Regionen und Branchen, außerdem Unterschiede zwischen großen sowie kleinen und mittleren Unternehmen, stellte der Rechnungshof in einem am Dienstag vorgestellten Bericht fest.

          „Die Akzeptanz der digitalen Transformation ist für unsere europäischen Unternehmen von entscheidender Bedeutung, um auf globaler Ebene wettbewerbsfähig zu bleiben“, sagte die zuständige Rechnungsprüferin Iliana Iwanowa. „Schätzungen zufolge könnte die Digitalisierung in der EU einen Jahresumsatz von mehr als 110 Milliarden Euro erbringen.“

          Für ihren Bericht untersuchten die Prüfer die Lage in vier EU-Mitgliedstaaten, darunter Deutschland. Die Digitalisierung sei in der Bundesrepublik gut vorangekommen, urteilten sie. Größte Herausforderung sei die digitale Infrastruktur, besonders „die relativ geringe Abdeckung mit festen Netzen mit sehr hoher Kapazität“.

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