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Kommentar : Teure Rauchmelder

Es ist ein verführerisches Angebot: Die Heizungsableser kontrollieren auch gleich die Rauchmelder. Für Mieter kann das teuer werden.

          Die meisten Fachleute sprechen sich für obligatorische Rauchmelder aus: Politiker, die Feuerwehren sowieso, auch Verbraucherschützer - schon weil Gegner in solchen Sicherheitsfragen immer in der moralischen Defensive sind. Nun sind die Geräte ein recht kleiner Eingriff, sie schränken den Verbraucher nicht wesentlich ein, und die Kosten sind überschaubar. Um so mehr ist aber darauf zu achten, dass die Anbieter die Lage nicht unbotmäßig ausnutzen.

          Eine Lobbygruppe von Geräteherstellern und Immobiliendienstleistern hat mächtig für die Rauchmelder getrommelt, und jetzt wittern sie neues Geschäft. Die Heizkostenableser wie Techem und Ista werben bei ihren Kunden damit, die Rauchmelder nebenbei mitzuinstallieren und einmal jährlich den Batteriestand zu kontrollieren.

          Diese Ableser profitieren in ihrem Kerngeschäft von einer günstigen Verhandlungsposition: Sie machen mit den Vermietern oder Hausverwaltungen die Preise aus; die aber können die Kosten an die Mieter weiterreichen. Entsprechend gering ist der Anreiz, den besten Preis herauszuholen. Die Margen der Ableser sind denn auch glänzend, wie die neuesten Zahlen nachweisen, die der deutsche Branchenführer Techem gerade seinen Anleiheinvestoren mitteilte.

          Das lässt sich vermutlich auch auf die Zusatzgeschäfte übertragen: eben die Pflicht-Rauchmelder oder auch die Kontrolle von Trinkwasser. Techems Finanzchef Steffen Bätjer nennt beides „Wachstumsmaschinen“. Da bleibt nur der Appell an die Vermieter, Verantwortung zu zeigen und auf günstige Konditionen zu pochen, auch wenn es nicht den eigenen Geldbeutel trifft.

          Klaus Max  Smolka

          Redakteur in der Wirtschaft.

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