https://www.faz.net/-gqe-u8h8

Ranking : Teuerste Städte der Welt liegen in Europa

  • -Aktualisiert am

Frankfurt ist teuer, Oslo und Paris liegen aber vorne Bild: AP

Das Leben in Frankfurt soll kostspieliger sein als das in New York? Die Stadt am Main liegt einer Studie zufolge auf Platz neun der teuersten Metropolen, New York folgt auf Rang 28. Das liegt freilich vor allem am starken Euro.

          2 Min.

          Europa ist ein teures Pflaster. Nirgendwo gibt es so viele Großstädte, in denen das Leben so kostspielig ist wie hier. Nach einer vergleichenden Analyse des Lebensstandards auf der ganzen Welt durch die Economist Intelligence Unit (EIU) befinden sich acht der zehn teuersten Städte der Welt in Europa. Für ein Leben dort müssen die Bewohner wesentlich mehr bezahlen als in New York, Osteuropa oder Asien.

          Nach Oslo sind Paris, Kopenhagen und London die Städte auf der Welt. Dort müssen Reisende und Bewohner am meisten auf den Tisch legen, um einkaufen zu können. Diese Städte sind kostspieliger als New York und haben gar Tokio und Osaka von ihren Plätzen als teuerste Städte der Welt verdrängt. Frankfurt folgt auf dem neunten Platz.

          Prag kostspieliger als Lissabon

          Freilich unterliegt die Liste des Lebensstandards, die in Dollar umgerechnete Einkaufskörbe vergleicht und New York als Maßstab nimmt, Veränderungen, die vor allem wechselkursabhängig sind. Da der Wechselkurs des Euro und des Pfund gegenüber dem Dollar deutlich gestiegen ist, der Wechselkurs des Yen jedoch auf ein Rekordtief gefallen ist, rangieren die europäischen Städte entsprechend oben auf der Liste der teuersten Metropolen der Welt. Die Städte Japans sind stark abgefallen.

          Bild: FAZ.NET

          Auch osteuropäische Städte haben sich gegenüber amerikanischen Metropolen deutlich nach vorn geschoben. Einkaufen in St. Petersburg ist derzeit genau so teuer wie in Washington, Prag ist sogar kostspieliger als Lissabon. Für ein Leben in Moskau müssen die Bewohner mittlerweile mehr bezahlen als in New York. Moskau ist die teuerste Stadt aller Metropolen in Osteuropa. Bei Betrachtung der unterschiedlichen Lebensstandards muss berücksichtigt werden, dass der Wechselkurseffekt so stark ist, dass er lokale Preisveränderungen gegenüber dem Vorjahr stark überlagert.

          Miet- und Wohnkosten nicht berücksichtigt

          Die Liste der Economist Intelligence Unit stellt nicht die tatsächlichen Kosten des Lebens in den Metropolen dar, da sie keine Miet- und Wohnkosten enthält. Um den wahren Lebensstandard aufzuzeigen, wäre dies wichtig, da die Wohnkosten in London, Paris und New York stark zu den Kosten der Lebenshaltung beitragen und über einen „Zweitrundeneffekt“ auch die Einzelhandelspreise beeinflussen. Aber Unternehmen können an der Liste der EIU abschätzen, um wie viel teurer das tägliche Leben eines Mitarbeiters in einer ausländischen Metropole gegenüber der Heimat wäre. Entsprechende Berechnungen werden von Personalabteilungen oft hinzugezogen, um Gehaltsaufschläge für Mitarbeiter im Ausland festzulegen.

          Der Vergleich des internationalen Lebensstandards der EIU berücksichtigt etwa 177 Preise für Produkte und Dienstleistungen. Der Einkaufskorb weicht jedoch von den sonst in volkswirtschaftlichen Rechnungen gebrauchten Einkaufskörben ab und scheint auf stärkere Preissteigerungen hin zu deuten als es die offiziellen Preissteigerungsraten erkennen lassen.

          Weitere Themen

          Markenstreit um „Querdenken“

          F.A.Z. exklusiv : Markenstreit um „Querdenken“

          Ein Initiator der „Querdenken“-Demos hat schon im Juni angefangen, die Marke schützen zu lassen, insgesamt in 19 Ausführungen. Doch nun hat ein Unternehmen namens „Querdenker United“ Widerspruch eingelegt.

          Topmeldungen

          Gute Bekannte: Joe Biden mit dem früheren amerikanischen Außenminister John Kerry, der Sonderbeauftragter für Klimaschutz werden soll

          Team aus alten Weggefährten : Das soll Bidens Kabinett werden

          Mehr Frauen, weniger schillernde Figuren – und ein deutliches Bekenntnis zum Klimaschutz: Joe Bidens künftiges Kabinett bildet einen deutlichen Kontrast zu dem seines Amtsvorgängers.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.