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Wegen Krim-Krise : Ramsauer: Fracking-Option dringend offenhalten

  • Aktualisiert am

Der Vorsitzende des Wirtschaftsausschusses im Bundestag: Peter Ramsauer Bild: dpa

Noch ist die Schiefergasförderung in Deutschland umstritten. Doch angesichts der Krim-Krise fordert der Vorsitzende des Wirtschaftsausschusses im Bundestag Ramsauer, sich dieser Option nicht zu verschließen.

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          Angesichts der Krim-Krise hat sich der Vorsitzende des Wirtschaftsausschusses im Bundestag, Peter Ramsauer (CSU), für die umstrittene Schiefergasförderung in Deutschland ausgesprochen. Um Versorgungssicherheit und Preisstabilität zu gewährleisten, müsse sich Deutschland „die Fracking-Option dringend offenhalten“, sagte der stellvertretende CSU-Chef der „Welt am Sonntag“.

          Wenn Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) jetzt auf Gasimporte aus Nordamerika setze, sei das „ein klares Ja zur Schiefergasförderung“. Dann aber stelle sich die Frage, „warum wir nicht gleich auf heimische Ressourcen setzen“, sagte Ramsauer. „Wenn Schiefergas Gift wäre, dürfte man es auch nicht aus anderen Ländern beziehen.“ Merkel hatte sich auf einer gemeinsamen Pressekonferenz mit dem kanadischen Premierminister Stephen Harper dafür ausgesprochen, die gesamte Energiepolitik neu zu betrachten.

          Ramsauer äußerte Sorge um die Gaslieferungen aus Russland, sollte sich die Krim-Krise verschärfen. Wenn dem Kreml mit Wirtschaftssanktionen gedroht werde, „kann man nicht ausschließen, dass Moskau sich beim Erdgas revanchiert“.

          Der Vorsitzende des Auswärtigen Ausschusses, Norbert Röttgen (CDU), sieht neben der deutschen Energiewende die Zusammenarbeit mit Amerika als Chance, die Abhängigkeit von Russland zu verringern. Der frühere Umweltminister forderte in der „WamS“, den Energiebezug „durch Flüssiggaslieferungen zu diversifizieren“. Die Schiefergasförderung habe die Wettbewerbsfähigkeit der Vereinigten Staaten gestärkt.

          Bei der Fracking-Methode wird unter hohem Druck ein Gemisch aus Wasser und Chemikalien in den Boden gepresst, um Gestein aufzuspalten und das darin enthaltene Erdgas zu fördern. Die Technologie ist unter anderem deshalb umstritten, weil durch die eingesetzten Chemikalien das Trinkwasser verunreinigt werden könnte.

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