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Quartalszahlen : Apple wächst kaum noch

Licht und Schatten bei Apple Bild: REUTERS

Das Wachstum bei Apple ist fast vollständig zum Erliegen gekommen: Das Unternehmen meldete für das abgelaufene Quartal ein Umsatzplus von weniger als einem Prozent. Trotzdem waren die jetzt vorgelegten Zahlen insgesamt besser als erwartet.

          Das Wachstum beim amerikanischen Elektronikkonzern Apple Inc. ist fast vollständig zum Erliegen gekommen: Das Unternehmen meldete am Dienstag nach Börsenschluss für das abgelaufene Quartal ein Umsatzplus von weniger als einem Prozent. Apple hat in den vergangenen Jahren dank ständig wachsender Nachfrage nach Produkten wie dem iPhone und dem iPad regelmäßig sprunghaftes Wachstum ausgewiesen.

          Roland Lindner

          Wirtschaftskorrespondent in New York.

          Noch im letzten Quartalsbericht im April hatte es eine zweistellige Umsatzsteigerung gegeben. Trotzdem waren die jetzt vorgelegten Zahlen insgesamt besser als erwartet, und der Aktienkurs legte nachbörslich zunächst um 4 Prozent auf 436 Dollar zu. Zuvor hat die Apple-Aktie aber seit einem Höchststand von mehr als 700 Dollar im vergangenen September rund 40 Prozent an Wert verloren. Allein seit Jahresanfang ist der Kurs um mehr als 20 Prozent gefallen, während der Index der Technologiebörse Nasdaq in diesem Zeitraum um fast 20 Prozent zugelegt hat.

          Insgesamt meldete Apple für das am 29. Juni zu Ende gegangene dritte Quartal des Geschäftsjahres 2012/2013 einen Umsatz von 35,3 Milliarden Dollar. Analysten hatten einen Umsatz auf Höhe des Vorjahresniveaus von 35,0 Milliarden Dollar erwartet. Der Nettogewinn fiel um 22 Prozent auf 6,9 Milliarden Dollar. Es war der zweite Gewinnrückgang in Folge für Apple. Das Ergebnis je Aktie von 7,47 Dollar lag aber um 15 Cent über den Analystenprognosen.

          Innerhalb seiner Produktpalette hatte Apple Licht und Schatten zu bieten: Deutlich besser als erwartet schnitt der Konzern mit dem iPhone ab, seinem wichtigsten Produkt, das für mehr als die Hälfte des Umsatzes steht. Apple hat 31,2 Millionen iPhones verkauft und damit 20 Prozent mehr als im Vorjahr. Analysten hatten mit deutlich unter 30 Millionen Geräten gerechnet. Der iPhone-Umsatz legte um 15 Prozent auf 18,2 Milliarden Dollar zu.

          Eine herbe Enttäuschung war dagegen das iPad. Die Absatzmengen für das 2010 erstmals auf den Markt gebrachte Gerät fielen um 14 Prozent auf 14,6 Millionen. Analysten hatten mit rund 18 Millionen gerechnet. Der Umsatz stürzte sogar um 27 Prozent auf 6,4 Milliarden Dollar ab.

          Die im Vergleich zu den Verkaufsmengen schlechtere Umsatzentwicklung hängt damit zusammen, dass Apple im vergangenen Herbst das billigere iPad Mini auf den Markt gebracht hat. Auch im Geschäft mit den Macintosh-Computern und dem iPod schrumpften sowohl die Verkaufsmengen als auch die Umsätze. Auffällig war auch die Schwäche in China, bis vor kurzem noch ein Wachstumsmarkt: Hier fiel der Umsatz um 14 Prozent auf 4,6 Milliarden Dollar.

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