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Reisekonzern in der Krise : Ein russischer Retter für die TUI

Alexej Mordaschow spricht fließend deutsch. Für seine Geschäfte in Europa kommt ihm das entgegen. Bild: Getty

Der Milliardär und Stahlunternehmer Alexej Mordaschow will seine Beteiligung am krisengeplagten Reisekonzern deutlich aufstocken. Dem Kreml kommt das gelegen.

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          Europas größter Reisekonzern TUI steckt wegen der Pandemie in der Krise. Hinaushelfen soll ihm der deutsche Staat, aber auch ein russischer Milliardär: der Stahlproduzent und TUI-Großaktionär Alexej Mordaschow, laut „Forbes“-Magazin im vergangenen Jahr der viertreichste Russe. 2007 hatte Mordaschow erstmals rund 3 Prozent der Aktien des Konzerns aus Hannover gekauft, stockte dann schrittweise auf und hält aktuell knapp 25 Prozent.

          Katharina Wagner

          Wirtschaftskorrespondentin für Russland und die GUS mit Sitz in Moskau.

          Als Teil einer Rettungsaktion mit den Banken der TUI und dem Bund, der das Unternehmen zuvor mit zwei großen Hilfskrediten der Staatsbank KfW unterstützt hatte, werden Mordaschow und seine Familie nun ihre Beteiligung auf bis zu 36 Prozent ausweiten. Wie hoch der Anteil genau sein wird, lässt sich erst Ende Januar sagen. Dann endet die Bezugsfrist für neue Aktien und es steht fest, wie viele Kleinanleger und institutionelle Investoren neben Mordaschow mitgezeichnet haben.

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