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Psychotherapie : Online-Hilfe für die Seele

Bald Geld von den Krankenkassen? Die Gründerinnen der App Selfapy: Katrin Bermbach, Nora Blum und Farina Schurzfeld (von links) Bild: Matthias Lüdecke

Depressionen, Burnout oder Essstörungen: Psychisch kranke Menschen müssen sehr lange auf einen Therapieplatz warten. Können da Apps und Video-Chats helfen?

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          Wenn Till Steffens in den vergangenen Monaten mit seiner Therapeutin sprechen wollte, ist er einfach in sein Arbeitszimmer gegangen. Tür zu, Computer an, Kopfhörer auf – schon konnte es losgehen. Natürlich sei es im ersten Moment etwas ungewohnt gewesen, dass er seine Therapeutin nur per Video-Chat sehen konnte, sagt er. Aber das habe sich schnell gelegt. „Ich hatte keine Schwierigkeiten, mich ihr anzuvertrauen.“

          Britta Beeger
          Redakteurin in der Wirtschaft und zuständig für „Die Lounge“.

          Der 31-Jährige erzählte seiner Therapeutin alles: Dass er lange sehr krank war, starke Schmerzen hatte, mehrfach in der Notaufnahme landete – ihm aber kein Arzt sagen konnte, was er hat. Bis er einen Spezialisten fand und erfolgreich operiert werden konnte. Wie seine Beziehung zu diesem Zeitpunkt schon in die Brüche gegangen war, er sich von seinen Freunden abgekapselt hatte, die Wohnung kaum noch verließ. Und ihm irgendwann klar wurde, dass er Hilfe braucht, und dank einer Smartphone-App herausfand, dass er Depressionen hat.

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