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Richter fordern Gutachten : Prozess gegen Winterkorn rückt in weite Ferne

  • Aktualisiert am

Martin Winterkorn auf einer VW-Pressekonferenz im Jahr 2013 Bild: dpa

Das Landgericht Braunschweig fordert ein Gutachten zur Frage, in welchen Autos Volkswagen Betrugssoftware eingesetzt haben soll. Das dürfte Monate in Anspruch nehmen.

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          Der ehemalige Volkswagen-Chef Martin Winterkorn muss einem Zeitungsbericht zufolge im VW-Diesel-Skandal vorerst keine Anklage befürchten. Das Landgericht Braunschweig halte die bisherige Arbeit der Staatsanwaltschaft für unzureichend, berichtete die „Bild am Sonntag“ laut einer Vorabmeldung vom Donnerstag.

          Demnach forderte das Gericht in einem Schreiben an die Prozessbeteiligten ein Sachverständigen-Gutachten. Es solle grundlegende Fragen klären, etwa in welchen Autos die Betrugssoftware tatsächlich eingesetzt wurde. Dem Vernehmen nach könnte das Monate dauern. Gegenüber der Zeitung erklärte eine Gerichtssprecherin, ein Beweisbeschluss sei bisher nicht ergangen. Zum Inhalt von laufenden Diskussionen im Zwischenverfahren wollte sie sich nicht äußern.

          Ein Prozess gegen Winterkorn dürfte nun in weite Ferne rücken. Das wird wohl auch Auswirkungen auf die Frage haben, ob VW-Manager ihre Aktionäre unzureichend oder zu spät über den mutmaßlichen Abgas-Betrug und dessen finanzielle Folgen informiert haben. VW hatte im September 2015 eingestanden, weltweit in rund elf Millionen Dieselfahrzeugen eine illegale Software eingesetzt zu haben.

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