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Prognose der Wirtschaftsweisen : Die lange Liste globaler Gefahrenherde

Mitglieder des Sachverständigenrats in Berlin (Archivbild) Bild: dpa

Was der Sachverständigenrat zur konjunkturellen Lage in Deutschland zu sagen hat, klingt wenig beruhigend. Mit dem Handelskonflikt und China als Unsicherheitsfaktor können die Ökonomen bis auf weiteres nur auf Sicht fahren.

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          Die Diagnose der „Wirtschaftsweisen“ ist keine Überraschung. Dass der Abschwung längst da ist und an der deutschen Grenze nicht Halt macht ist alles, nur keine Neuigkeit.

          Doch eine präzise Diagnose ist das eine. Wer glaubt, daraus ließe sich im Handumdrehen eine verlässliche Prognose ableiten, irrt. So gut es ist, dass sich die Ökonomen des Sachverständigenrats davor mit Nachdruck hüten – Grund zu Beruhigung liefert ihr neuer Bericht nicht, im Gegenteil.

          Die Risiken für die wirtschaftliche Entwicklung seien derzeit sehr hoch, heißt es darin. Ob Brexit, Handelskonflikte oder Wachstum auf Pump in China – die Liste der globalen Gefahrenherde ist so lang geworden, dass seriöse Konjunkturprognostiker auf absehbare Zeit nur auf Sicht fahren können.

          Es bleibt zu hoffen, dass der berüchtigte Funke und unangekündigte handelspolitische Volten aus dem Weißen Haus ausbleiben. Denn recht hat die Bundeskanzlerin, dass man sich ein weltweites Krisenszenario wie vor zehn Jahren nicht ausmalen möchte.

          Einigkeit habe damals auf der Achse Peking-Washington bestanden, der konjunkturellen Talfahrt Einhalt zu gebieten. Es würde überraschen, wäre das heute noch möglich.

          Niklas Záboji

          Redakteur in der Wirtschaft.

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