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Produktion und Export steigen : Deutsche Industrie erholt sich weiter

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Luftaufnahme vom Container-Terminal Bremerhaven: Der Export steigt. Bild: dpa

Die konjunkturelle Erholung nimmt weiter Fahrt auf: Industrieproduktion, Export und Lastwagenverkehr nehmen laut Statistischem Bundesamt weiter zu.

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          Die deutsche Industrie hat sich auch im Juni von dem drastischen Produktionseinbruch in der Corona-Krise erholt. Im verarbeitenden Gewerbes sei die Fertigung im Monatsvergleich um 8,9 Prozent gestiegen, wie das Statistische Bundesamt am Freitag in Wiesbaden mitteilte. Analysten hatten mit einem etwas schwächeren Zuwachs um 8,2 Prozent gerechnet. Der Anstieg im Juni war der zweite in Folge. In den Monaten März und April war die Produktion wegen der Einschränkungen im Kampf gegen die Corona-Pandemie massiv gefallen.

          Dass die Krise allerdings immer noch schwer wiegt, zeigt der Jahresvergleich. Verglichen zum Vorjahresmonat war die Gesamtherstellung im Juni um 11,7 Prozent rückläufig. Das Vorkrisenniveau wird immer noch klar unterschritten: Im Vergleich zu Februar liegt die Gesamtproduktion 12,1 Prozent tiefer. In der Automobilindustrie ist die Produktion im Juni laut Bundesamt mit 54,7 Prozent zum Vormonat weiter stark angestiegen. Sie liegt aber ebenfalls noch gut 20 Prozent niedriger als im Februar. Im Februar waren die massiven Einschränkungen zur Eindämmung der Pandemie noch nicht in Kraft.

          Export in etwa wie erwartet

          Auch der deutsche Außenhandel hat sich im Juni weiter von dem Einbruch in der Corona-Krise erholt. Der Export legten im Monatsvergleich um 14,9 Prozent zu, wie das Statistische Bundesamt am Freitag in Wiesbaden mitteilte. Die Importe erhöhten sich gegenüber Mai um 7,0 Prozent.

          Die Verbesserung beim Export fiel in etwa wie erwartet aus, bei den Importen blieb sie allerdings hinter den Erwartungen zurück. Analysten hatten im Durchschnitt mit 14,4 Prozent mehr Ausfuhren und 10,6 Prozent mehr Einfuhren gerechnet.

          Verglichen zum Vorjahresmonat sind die Rückgänge mit 9,4 Prozent (Export) und 10,0 Prozent (Import) nach wie vor sehr hoch. Das zeigt, wie stark der Außenhandel weiter unter der Corona-Krise leidet.

          „Frühe Hinweise zur Konjunkturentwicklung“

          Die fortschreitende Konjunkturerholung macht indes auch die Zahl der Lastkraftwagen auf deutschen Autobahnen deutlich. Die Fahrleistung der mautpflichtigen Lkw mit mindestens vier Achsen stieg von Juni auf Juli saisonbereinigt um 1,9 Prozent, wie das Statistische Bundesamt am Freitag mitteilte. Damit setzt sich der Trend der Vormonate fort.

          Doch ist der Verkehr noch nicht auf Vorkrisenniveau: Dies zeigt der Vergleich zum Februar – dem Monat vor Beginn der Einschränkungen durch die Corona-Pandemie. Im Vergleich zu diesem Monat lag die Lkw-Maut-Fahrleistung im Juli um 4,7 Prozent niedriger. „Da die Lkw-Fahrleistung in engem Zusammenhang mit der Industrieproduktion in Deutschland steht, gibt der Index frühe Hinweise zur Konjunkturentwicklung im Juli 2020“, erklärten die Wiesbadener Statistiker.

          Die Wirtschaft war im zweiten Quartal wegen der Corona-Krise im Rekordtempo eingebrochen: Das Bruttoinlandsprodukt fiel von April bis Juni um 10,1 Prozent zum Vorquartal. Für den Sommer wird mit einer kräftigen Erholung gerechnet. 

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