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Lehrer und andere Beamte : Selbst lange Ferien reichen nicht als Anreiz

Sechs Wochen Ferien: Was manche zuletzt als Schüler kannten, ist bei Beamten Gesetz. Bild: Cultura / Image Source

Lehrer genießen den Sommer, und die arbeitende Bevölkerung staunt. Doch trotz aller Privilegien der Beamten fehlt es an Nachwuchs. Was läuft da schief?

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          Faule Säcke. Spätestens mit dieser Einlassung von Gerhard Schröder in einer Schülerzeitung 1995 war das Kind in den Brunnen gefallen. Das Image der Lehrer klar umrissen. Die größte Gruppe der Beamten diskreditiert. Seither bemüht sich der Beamtenbund, in Umfragen das Image der Beamten zu ergründen, und verzeichnet Verbesserungen. Doch im Kern sind die Vorurteile geblieben. Beamter wird, wer im Berufsleben keinen besonderen Ehrgeiz entwickeln möchte.

          Daniel Mohr
          Redakteur in der Wirtschaft der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung.

          Jeder kennt einen Lehrer, der um 13.15 Uhr am heimischen Mittagstisch sitzt, danach auch nicht mehr zur Arbeit muss, sich mit Mittagsschlaf und Tennis über den Tag rettet und sich auf die Ferien freut. Sechs Wochen im Sommer, meistens zwei Wochen im Herbst, zwei bis drei Wochen um Weihnachten, zwei Wochen an Ostern, je nach Bundesland zwischendurch noch Winterferien und Pfingstferien, dazu bewegliche Ferientage und damit in der Summe 13 Wochen Urlaub im Jahr. Unterrichtsfreie Zeit heißt das offiziell, zur Vor- und Nachbereitung von Unterricht sowie zur Fortbildung.

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