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Angst vor Trump : Überweisungen nach Mexiko stiegen schon vor Wahl

  • Aktualisiert am

Auf Konfrontationskurs mit Mexiko: Donald Trump im Oval Office Bild: EPA

Die Beziehungen zwischen den Vereinigten Staaten und Mexiko verschlechtern sich unter Trump zusehends. Viele in Amerika lebende Mexikaner haben schon vor seinem Wahlsieg reagiert.

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          Die Summe der Privatüberweisungen der im Ausland lebenden Mexikaner in ihre Heimat ist bereits in Erwartung eines Wahlsiegs des jetzigen Präsidenten Donald Trump auf ein Rekord-Hoch gestiegen. 2016 sei der Betrag auf insgesamt 26,97 Milliarden Dollar geklettert, wie am Mittwoch veröffentlichte Daten zeigten. Das ist ein Plus von neun Prozent gegenüber dem Vorjahr und gleichzeitig die größte Summe seit Beginn der Aufzeichnung der mexikanischen Zentralbank im Jahr 1995.

          Grund für den vermehrten Geldzustrom war offenbar die Sorge der Mexikaner, Trump könnte die Überweisungen stoppen, um die von ihm angekündigte Mauer an der Grenze zu Mexiko zu finanzieren. Die meisten der Auslandsüberweisungen nach Mexiko kamen aus Amerika. Die mexikanische Währung, der Peso, ist bereits vor der Wahl Trumps erheblich unter Druck geraten.

          Trump hat stets erklärt, Mexiko müsse für die Mauer zahlen. Ein anberaumtes Treffen zwischen dem mexikanischen Präsidenten Enrique Peña Nieto und Trump wurde nach einem weiteren Tweet von Seiten Trumps kurzfristig abgesagt. Kurz darauf brachte Trump-Sprecher Spicer einen möglichen Zoll von 20 Prozent auf Importe aus dem Nachbarland ins Spiel. Dies sei eine Möglichkeit, den Mauerbau zu finanzieren Auf diese Weise können jährlich zehn Milliarden Dollar eingenommen werden, womit sich der Grenzwall „leicht bezahlen“ lasse.

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