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Textildiscounter : Primark eröffnet, aber kaum einer geht hin

  • Aktualisiert am

Kunden mit Beute Bild: Reuters

In Dresden hat der Textildiscounter Primark seine erste Filiale im Osten eröffnet. Die Polizei hatte sich auf einen Massenandrang mit Absperrgittern vorbereitet. Doch der Ansturm blieb aus.

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          Das hatte sich das Management des irischen Textildiscounters Primark sicher anders vorgestellt. Lange Schlangen zur Eröffnung großer Filialen gehören mittlerweile zum guten Ton. Doch als Primark am Donnerstag in Dresden seine erste Filiale in Ostdeutschland eröffnete, kamen weit weniger Besucher als erwartet.

          Bei früheren Eröffnungen von Primark-Filialen kamen oft mehrere Tausend Besucher. In Frankfurt gab es zur Eröffnung vor zwei Jahren eine rund 100 Meter lange Schlange. Auch in Berlin und Köln gab es lange Schlangen. Daher hatte Primark in Dresden laut der Sächsischen Zeitung gemeinsam mit der Polizei im Vorfeld ein Sicherheitskonzept erarbeitet: Absperrzäune und Sicherheitspersonal standen bereit.

          Laut einem Bericht der Bild-Zeitung hatten sich die Verantwortlichen auf einen Ansturm von bis zu 20.000 Menschen an diesem Tag eingestellt, doch kurz vor elf tummelten sich nur einige hundert Menschen vor dem Laden. Stundenlang gewartet haben sie nicht: Laut Sächsischer Zeitung harrten gegen 9:30 Uhr nur zwei Handvoll Menschen vor der Filiale aus. Auf Twitter machten sich Nutzer über die vielen Absperrgitter auf der leeren Straße lustig.

          Im Laufe des Tages füllte sich die Filiale dann zwar noch, aber die Zahl der Besucher blieb laut dem Blatt mit insgesamt 2000 weit hinter den Erwartungen zurück.

          Primark verkauft seine Textilien zu extrem niedrigen Preisen: Etwa Damenhosen für 10 Euro, Jeans für 21 Euro und Stiefel für 17 Euro - damit ist Primark billiger als Konkurrenten wie H&M, Zara und Esprit. Dennoch gelten die Produkte der Kette bei vielen Käufern als schicker als Ware von Discountern wie Takko und Kik.

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