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Präsident der TU München : Wie kommen Sie an das Geld der Reichen, Herr Professor?

Wolfgang Herrmann, 71 Jahre alt und seit 1995 Präsident der Technischen Universität München, weiß, was reiche Stifter mögen: „Keiner hat Bock, etwas zu spenden, wenn er nur Bürokratengesichter zu sehen bekommt.“ Bild: Dominik Gierke

Wolfgang Herrmann ist seit bald 25 Jahren Präsident der TU München. Ein Gespräch über Millionenspenden aus der Industrie, den Dialekt als geldwerten Vorteil und kleine Gefälligkeiten unter Freunden.

          8 Min.

          Professor Herrmann, Sie haben für die TU München mehr Spenden eingeworben als jeder andere Hochschulpräsident in Deutschland, 330 Millionen Euro. Wie haben Sie’s geschafft?

          Sebastian Balzter

          Redakteur in der Wirtschaft der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung.

          Man muss die Leute mögen, und die Leute müssen das auch spüren. Wenn man zu plump daherkommt, ist es schlecht. Wenn man zu scheu ist, kriegt man sowieso nichts. Sie müssen Erfolge vorzeigen können, und die Erfolge müssen sich mehren, die dürfen nicht weniger werden. Schließlich: Sie müssen „bitte“ sagen können, das können viele heute nicht mehr. Und Sie müssen nachher auch „danke“ sagen. Das ist das Schild mit dem Namen des Stifters drauf. Der Stifter will als Stifter beachtet werden. Ich finde, das steht ihm auch zu.

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