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Wissenschaftler warnen : Schadet der Kohleausstieg dem Klima?

Wasserdampf steigt aus den Kühltürmen des Braunkohlekraftwerks Jänschwalde der Lausitz Energie Bergbau AG (LEAG). Bild: dpa

Der Kohleausstieg könnte die Emissionen sogar steigen lassen und damit dem Klima schaden, warnen Wissenschaftler. Es sei denn, die Politik beschließt weitere Maßnahmen.

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          Auch wenn noch nicht in finale Gesetzesform gegossen, ist Deutschlands Ausstieg aus der CO2-intensiven Kohleverstromung praktisch beschlossene Sache. So gilt als ausgemacht, dass die Bundesregierung den zu Jahresbeginn gefassten Beschlüssen der Kohlekommission folgt und spätestens Ende 2038 der letzte Meiler vom Netz geht. Der Druck von Freitagsdemonstranten und sogenannten „Scientists for Future“, die zum Wohle des Klimas 2030 als Schlusspunkt fordern, könnte diesen Prozess noch beschleunigen.

          Niklas Záboji
          Wirtschaftskorrespondent in Paris

          Doch gut gemeint ist nicht unbedingt gut gemacht. Statt CO2 zu reduzieren könnte der geplante Kohleausstieg die Emissionen sogar erhöhen – und sich klimapolitisch damit als völlig wirkungslos erweisen. Zu diesem Schluss kommen sechs Wissenschaftler des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung in einem aktuellen Aufsatz für die Zeitschrift Energiewirtschaftliche Tagesfragen. Zu den Autoren gehört der Ökonom Ottmar Edenhofer, der derzeit auch als Berater der Bundesregierung aktiv ist und sich kürzlich in der F.A.Z. optimistisch gezeigt hat, dass noch in diesem Jahr ein CO2-Preis in Deutschland eingeführt wird.

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