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: Potential für Biomasse-Kraftwerke

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kacz. DÜSSELDORF, 13. April. Bei der Krefelder Siempelkamp-Gruppe ist der Auftragseingang im vergangenen Jahr um fast 460 Millionen Euro auf 808 Millionen Euro hochgeschnellt. Damit übertrifft der im Maschinen- und Anlagebau, der ...

          kacz. DÜSSELDORF, 13. April. Bei der Krefelder Siempelkamp-Gruppe ist der Auftragseingang im vergangenen Jahr um fast 460 Millionen Euro auf 808 Millionen Euro hochgeschnellt. Damit übertrifft der im Maschinen- und Anlagebau, der Gusstechnik und der Nukleartechnik tätige Mittelständler den Vorkrisenwert von 799 Millionen Euro im Jahr 2008. Hans Fechner, Geschäftsführer der Siempelkamp GmbH & Co. KG, erklärte diesen starken Anstieg vor allem mit der Nachfrage aus der Holzwerkstoffbranche, für die das Unternehmen unter anderem Pressen herstellt. Mehr Bestellungen kamen aus Ländern wie Brasilien, China und der Türkei, wie Fechner vor der Presse in Düsseldorf sagte. Der Umsatz blieb mit 494 Millionen Euro noch 60 Millionen Euro unter dem Vorjahreswert.

          Der derzeitigen Diskussion um die Energiewende steht Fechner gelassen gegenüber. Denn der Rückbau von Atomreaktoren gehört genauso zum Angebot des Unternehmens wie die Fertigung von Anlagen zum Bau von Windrädern. Das Unternehmen stellt außerdem Castorbehälter, aber auch Sicherheitstechnik für neue Kernkraftwerke im Ausland her. Zusätzlich sieht Fechner in Deutschland ein Potential von 200 kleinen Biomasse-Heizkraftwerken, von denen Siempelkamp bereits 50 in das Ausland verkauft hat. Den Bau neuer Kohlekraftwerke in Deutschland hält Fechner hingegen für einen Irrweg. Er sieht intelligentes Netzmanagement, Energieeffizienz und moderne Gaskraftwerke in der Verbindung mit erneuerbaren Energien als sinnvolle Lösung für Deutschland an. Für 2011 erwartet Fechner einen Umsatz von mehr als 700 Millionen Euro und einen Auftragseingang von mehr als 600 Millionen Euro. Im ersten Quartal konnten bereits Aufträge im Wert von 200 Millionen Euro gewonnen werden. Das Unternehmen beschäftigt zurzeit mehr als 3000 Mitarbeiter und wirbt um junge Ingenieure.

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