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Porto-Optimismus : Die neue Härte bei der Post

  • -Aktualisiert am

Braucht für Aufräumarbeiten die Politik: der Chef der Deutschen Post, Frank Appel Bild: dpa

Die Post setzt in den Preisverhandlungen wirkungsvoll auf Härte und macht bei den Aufräumarbeiten Fortschritte. Ohne die Unterstützung der Politik wird es für Chef Frank Appel aber nicht gut laufen.

          Frank Appel strotzt vor Zuversicht: Nach dem schweren Rückschlag in der Brief- und Paketsparte soll 2019 zu einem neuen Rekordjahr für die Deutsche Post werden. Auch wenn der Konzern mit den internationalen Eilsendungen und in der globalen Logistik prächtig verdient, braucht er dafür kräftigen Rückenwind aus seinem deutschen Traditionsgeschäft.

          Bei den Aufräumarbeiten und den lange vernachlässigten Investitionen kommt die Post gut voran. Vor allem will sie nicht mehr den Billigheimer für die großen Versandhäuser machen. Viel zu lange hat sie im Paketboom die Kosten ausgeblendet.

          Die neue Härte in den Preisverhandlungen zeigt erste Wirkung: Nicht mehr jeder Auftrag und jede Menge wird akzeptiert, die Erlöse weisen endlich nach oben. Und weil auch die Konkurrenz erkannt hat, dass es mit den Sonderangeboten für Amazon, Zalando und Co. so nicht weitergehen kann, dürfte das nur der Anfang gewesen sein.

          Allein aus eigener Kraft wird es Appel trotzdem nicht schaffen, so rasch wieder die Kurve zu kriegen. Er braucht die Unterstützung der Politik für die seit langem geplante Portoerhöhung, die unmittelbar zu einer Ergebnisverbesserung beitragen würde. In Berlin scheinen die Dinge für die Post in die richtige Richtung zu laufen. Sonst wäre Appels Optimismus kaum zu rechtfertigen.

          Helmut Bünder

          Wirtschaftskorrespondent in Düsseldorf.

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