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Gegen Nord Stream II : Polen baut jetzt seine eigene Ostseepipeline

  • -Aktualisiert am

Hier landet die Pipeline an: Flüssiggas-Terminal im polnischen Swinemünde. Bild: Picture-Alliance

Warschau bekämpft den Bau der Leitung Nord Stream II und argumentiert politisch. Aus Deutschland gibt es Kritik am Nachbarland.

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          Polen ist im Bund mit Amerika einer der entschiedensten Gegner der neuen Gasleitung Nord Stream II durch die Ostsee von Russland nach Deutschland. Jetzt nehmen die Pläne Polens für eine eigene Ostseegasleitung Gestalt an. Aber die führt, anders als die Nord-Stream-Leitung nicht nach Russland im Osten, sondern nach Dänemark im Westen. Mit dem von der rechts-konservativen PiS-Regierung wiederbelebten Projekt einer „Baltic Pipe“ sucht der staatliche polnische Netzbetreiber Gaz-System dort den Anschluss an das norwegische Gasleitungsnetz.

          Andreas Mihm
          Wirtschaftskorrespondent für Österreich, Ostmittel-, Südosteuropa und die Türkei mit Sitz in Wien.

          Der staatliche polnische Energieversorger PGNiG hatte Ende 2017 nach Presseberichten Kapazitäten der geplanten Leitung im Wert von mehr als 2 Milliarden Dollar für 15 Jahre gebucht. Die Röhre mit einem Jahresdurchsatz von 10 Milliarden Kubikmetern – einem Fünftel der bestehenden Nord-Stream-Leitung – soll 2022 in Betrieb gehen und beim neuen Hafen für verflüssigtes Gas (LNG) in Swinemünde anlanden. Gaz-Systems hat bei der Regierung in Warschau laut eigener Darstellung schon ein Genehmigungsverfahren für den Bau eingeleitet und dabei einen Korridor in polnischen Küstengewässern von einem Kilometer Breite definiert. Die endgültige Bauentscheidung soll dieses Jahr gefällt werden.

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