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Gegen Plastikmüll : London verbietet Strohhalme und Wattestäbchen

  • Aktualisiert am

Der Müll muss weg: Öko-Tag an der Themse in London Bild: dpa

Die Welt versinkt in Plastikmüll, da ist guter Rat zur Reduzierung teuer. Die Briten versuchen nun, mit einem Verbot von Strohhalmen und Wattestäbchen aus Plastik einen Beitrag zu leisten.

          Im Kampf gegen den Plastikmüll will die britische Regierung bis Ende des Jahres Strohhalme, Wattestäbchen und Umrühr-Stäbchen aus Kunststoff verbieten. Ein entsprechendes Gesetz kündigte Umweltminister Michael Gove am Donnerstag im Rundfunksender BBC an. Das Verbot sei angesichts der Verschmutzung vor allem der Weltmeere von „globaler Dringlichkeit“. In Großbritannien werden jedes Jahr 8,5 Milliarden Plastikstrohhalme weggeworfen.

          Das Gesetz soll Wegwerfartikel aus Plastik reduzieren, wie die Regierung weiter mitteilte. Es werde aber Ausnahmen geben, etwa im medizinischen Bereich.

          Premierministerin Theresa May hatte im Januar eine Reihe von Maßnahmen zur Vermeidung von Plastikmüll angekündigt. So plant die Regierung ein Pfandsystem für Plastikflaschen. Zudem sollen Kunden künftig in allen Läden für Plastiktüten zahlen - bislang gilt dies nur für große Geschäfte. Dort kosten Plastiktüten fünf Pence (5,7 Cent) das Stück.

          Auch in Deutschland wird viel Plastikmüll produziert. Obst in Plastikschalen, Salate in der Folie oder gleich verzehrfertig für die Mittagspause mit Sauce und Croutons in der aufwendigen Kunststoffverpackung lassen den Plastikberg hierzulande wachsen. Zwar sind die Deutschen Europameister im Recyclen. Doch während in Europa vielerorts immer weniger Müll entsteht, ist Deutschland der zweitgrößte Produzent von Hausmüll. Einen konkreten Vorstoß gegen die Reduzierung von Plastikmüll, wie ihn Großbritannien nun vorlegt, gibt es bislang nicht.

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