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Qatar und Saudi-Arabien : Fußball-Komplott am Golf

Die Satelliten der Saudis bieten Sportübertragungen frei Haus: BeIn-Mitarbeiter in dem Studio in Doha, dass den Konflikt am Golf anheizt. Bild: dpa

Piratensender und obskure Angebote: Die Saudis treiben den WM-Ausrichter Qatar in die Enge und auch Fifa-Chef Infantino steht in der Kritik. Jetzt greift die WTO ein.

          3 Min.

          Die Welthandelsorganisation WTO hat sich eingeschaltet und sorgt damit für eine neue Facette in den politischen und wirtschaftlichen Verwerfungen am Golf. Es geht diesmal vor allem um Fußball. Verwickelt ist Saudi-Arabien, aber der Wirbel trifft besonders das kleine Emirat Qatar, wo im Winter 2022 die nächste Weltmeisterschaft stattfindet. Das Finale wird sechs Tage vor Weihnachten in dem kleinen Wüstenstaat sein, weil die Temperaturen im Sommer unerträglich wären.

          Michael Ashelm

          Redakteur in der Wirtschaft.

          Die Qatarer erhoffen sich Unterstützung von der WTO in dem Streit um einen obskuren Piratensender, der seit Monaten ungehindert über einen saudischen Satelliten des Anbieters Arabsat populäre Sportübertragungen illegal im Nahen Osten und Nordafrika verbreitet. Abgegriffen werden Spiele aller großen Fußballligen aus Europa, aber auch vom Tennis und Football. Das WM-Turnier in Russland war ebenso betroffen vom Signalklau. Qatar sieht sich als Wirtschaftsstandort und WM-Ausrichter geschädigt.

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