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Pharma : Offenheit bei Schering

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Schering glänzt Bild: Klein/STOCK4B

Der Pharma-Konzern verrät, wieviel Geld die Vorstände verdienen. Gleichzeitig kündigt Schering an, die Geschäftsfelder auszuweiten.

          Der Berliner Pharmakonzern Schering will sich mit den 1,5 Milliarden Euro aus dem Verkauf seiner Anteile am Pflanzenschutzhersteller Aventis CropScience vor allem in den US- amerikanischen Pharma-Markt einkaufen. Schering-Vorstandschef Hubertus Erlen kündigte auf der Bilanzpressekonferenz an, die Bereiche Krebsbehandlung und Dermatologie durch Zukäufe stärken zu wollen.

          Die Neuausrichtung des Unternehmens mit einem stärkeren Fokus auf den US-Markt sei abgeschlossen. Schering hatte unter anderem den Geschäftsbereich Spezialtherapeutika in die USA verlagert, um stärker von der dortigen Forschung zu profitieren. Für 2002 erwartet Schering das siebte Rekordjahr in Folge. Der Umsatz soll im hohen einstelligen Bereich, Betriebsgewinn und Konzerngewinn zweistellig steigen, sagte Finanzvorstand Klaus Pohle, der im April 2003 von seinem Posten abtritt.

          Ausdehnung der Geschäftsaktivitäten

          Im vergangenen Jahr hatte der Jahresüberschuss zwar um 24 Prozent auf 418 Millionen Euro zugelegt, das Betriebsergebnis stieg jedoch wegen hoher Vertriebs- und Verwaltungskosten lediglich um 4 Prozent auf 668 Millionen Euro. Der Umsatz stieg um 8 Prozent auf 4,84 Milliarden Euro. „Durch den Ausbau unserer Produktfamilien und die Ausdehnung unserer Geschäftsaktivitäten in benachbarte Bereiche, wie beispielsweise die männliche Hormontherapie, erschließen wir uns zusätzliches Wachstumspotenzial“, sagte Pohle.

          Vorstandschef Erlen kündigte an, noch in diesem Jahr das Hormon Testosteronundecanoat in Europa zur Registrierung anmelden zu wollen. Damit soll dem altersbedingten Testosteron-Mangel bei Männern entgegengewirkt werden, der zu Muskelabbau, Knochenschwund und sexuellen Problemen führe. Auch neue Verhütungspillen für Frauen sollen in nächster Zeit auf den Markt kommen.

          Schering legt Vorstandsbezüge offen

          In den USA erhofft sich Schering zudem eine höhere Rendite, weil das Unternehmen seine Produkte von nun an selbst vertreibt. Bisher stammen 23 Prozent des Umsatzes aus den Vereinigten Staaten. Mit 275 Millionen Euro sollen die Produktionskapazitäten erweitert werden. 18 Prozent des Umsatzes flossen im vergangenen Jahr in Forschung und Entwicklung. Erlen betonte, er sei einer der ersten Vorstandschef eines börsennotierten deutschen Unternehmens, der seine Vorstandsbezüge offen lege. Im vergangenen Jahr verdiente der Manager, der Ende April den Posten übernommen hatte, 472.000 Euro Festgehalt und 1,4 Millionen Euro an variablen Bezügen.

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