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Pflegekräfte aus Serbien : „Herr Spahn bekommt meine Pfleger nicht“

Pflegekräfte sind in Deutschland knapp. Bild: dpa

In der Pflege kommt Deutschland nicht ohne Fachkräfte aus Osteuropa aus. Die Bundesregierung will deshalb noch mehr Fachkräfte aus dem Ausland anwerben. Jetzt aber setzt das erste Land die Zusammenarbeit aus.

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          Die Bundesregierung hat sich in der Pflege viel vorgenommen. Die Löhne sollen steigen, Pflegehelfer zu Fachkräften weitergebildet werden, Krankenhäuser und Altenpflegeeinrichtungen mehr ausbilden. Weil all das aber vermutlich nicht reichen wird, um die auf absehbare Zeit bis zu 80.000 benötigten Pflegekräfte zu finden, will Deutschland auch im Ausland vermehrt Personal anwerben. Im Juli war Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) im Kosovo, im September reiste er nach Mexiko, seine Staatssekretärin schickte er auf die Philippinen.

          Britta Beeger
          Redakteurin in der Wirtschaft.
          Andreas Mihm
          Wirtschaftskorrespondent für Österreich, Ostmittel-, Südosteuropa und die Türkei mit Sitz in Wien.

          Spahns Werbetour wird im Ausland offenbar genau verfolgt – und das nicht nur in den Ländern, in die er selbst reiste. Zumindest hat gerade Kosovos Nachbarland Serbien überraschend und weitgehend unbemerkt von der deutschen Öffentlichkeit eine Kooperation mit Deutschland zur Vermittlung von Pflegekräften ausgesetzt. Dabei geht es um das seit 2013 laufende „Triple-Win-Projekt“ der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) und der Bundesagentur für Arbeit (BA).

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