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Altmaiers Abschiedstournee : Erhards Erbe verabschiedet sich als Industriepolitiker

Kraftvoll: Vor einem Interview im Sommer 2020 ließ Peter Altmaier, der in ­seiner Freizeit Hanteltraining macht, die Muskeln spielen. Bild: Matthias Lüdecke

Peter Altmaier hört auf. Der Wirtschaftsminister, der als selbst ernannter Erbe seines legendären Amtsvorgängers angetreten war, hat sich weit von seinem Vorbild gelöst.

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          Er läuft und läuft bis zum bitteren Ende. Peter Altmaier (CDU), nunmehr nur noch geschäftsführender Wirtschaftsminister, beginnt den Mittwoch mit einem Auftritt im Fernsehen. Im Morgenmagazin bestätigt er zunächst wenig verklausuliert, dass das Wachstum sich etwas anders entwickeln dürfte als im Frühjahr gedacht. Er verweist auf die Probleme mit den Lieferketten und die schwierige Rohstofflage. Zum Schluss darf er die Frage beantworten, worauf er sich nach seinem Ausscheiden aus der Regierung am meisten freue. Auf das Ausschlafen, kommt wie aus der Pistole geschossen. Vieles sei in seinen 27 Jahren in der Politik zu kurz gekommen, ergänzt er noch, ohne weiter in Details zu gehen.

          Manfred Schäfers
          Wirtschaftskorrespondent in Berlin.

          Am späten Vormittag stellt der CDU-Politiker offiziell die Herbstprojektion vor. Eingangs stellt er klar, dass dies nicht seine Abschiedsbilanz werde, dazu werde er später einladen. Dann präsentiert er eine riesige Schautafel, die den V-förmigen Verlauf der Wirtschaftsentwicklung zeigt mit dem scharfen Einbruch infolge der Corona-Pandemie im zweiten Quartal 2020 und „einem schnellen Wiederaufstieg dank der Maßnahmen, die wir getroffen hatten“.

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