Pensionsansprüche :
Post zahlt Zumwinkel 20 Millionen Euro

Von Helmut Bünder
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Pensionsansprüche ausgezahlt? Der frühere Post-Chef Klaus Zumwinkel
Der frühere Post-Chef Zumwinkel hat sich offenbar Pensionsansprüche von rund 20 Millionen Euro auszahlen lassen. Das legt der Geschäftsbericht 2008 nahe. Zuvor war bekanntgeworden, dass die Staatsanwaltschaft bei einer Razzia Zumwinkels Wohnsitz am Gardasee sowie das Haus des ehemaligen Konzernchefs Ricke hatte durchsuchen lassen.

Der frühere Post-Chef Zumwinkel hat sich offenbar Pensionsansprüche von rund 20 Millionen Euro auszahlen lassen. Das legen Angaben im Geschäftsbericht der Post für 2008 nahe. Seitens des Konzerns wollte man dieser Größenordnung nicht widersprechen.

Zumwinkel war wegen des Vorwurfs der Steuerhinterziehung am 18. Februar 2008 von seinem Amt zurückgetreten. Für die wenigen Wochen hat er eine Vergütung von rund 714.000 Euro erhalten, außerdem Aktienoptionen für etwa eine Million Euro. Der Vergütungsbericht verstärkt die Zweifel an Zumwinkels Vermögensangaben vor Gericht.

Im Steuerverfahren hatte er seinen Besitz auf rund 13 Millionen Euro veranschlagt. Zumwinkel war zu zwei Jahren Gefängnis auf Bewährung und einer Geldauflage verurteilt worden. Ermittelt wird gegen ihn noch in der Abhöraffäre der Deutschen Telekom. Fahnder haben seine Burg am Gardasee, sein früheres Wohnhaus in Köln und Büros in der Post durchsucht.