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PDAs : Microsoft innovativer als Palm

  • -Aktualisiert am

Ein PDA ist nicht wie der andere Bild: PalmandMore

Auf der Cebit geht der Trend in Sachen PDA hin zum multimedialen Alleskönner.

          Einst war ein Palm einfach nur ein „Connected Organizer“ - ein digitaler Terminplaner, der seinen Datenbestand per Knopfdruck mit der Software am PC synchronisieren konnte. WindowsCE-Geräte dagegen waren groß, verbrauchten viel Strom und die Benutzeroberfläche wirkte inkonsistent und überladen. Doch während Microsoft die vergangenen Jahre nutzte, um die Software-Ausstattung der inzwischen PocketPC genannten Geräte zu optimieren, versuchte Palm immer größer, bunter und funktionsreicher zu werden - denn nur mit „Innovationen“ verkauft man schließlich auch neue Geräte.

          Das Resultat: Die PocketPCs versuchen längst nicht mehr, so erfolgreich wie ein Palm zu werden. Im Gegenteil, Palm möchte mit allen Mitteln die eigenen Geräte auf Multimedia und Erweiterbarkeit nach Microsoft-Vorbild trimmen - wofür weder Betriebssystem noch Hardware ursprünglich ausgelegt waren.

          Flickwerk statt Innovationen

          Auf der Cebit zeigt sich ein entsprechendes Bild: Palm präsentiert die schon seit langem angekündigte Bluetooth-Funkkarte, sowie einen Web-Browser, der allerdings 23 Euro extra kostet. Innovationen kommen bestenfalls von Drittherstellern und Lizenznehmern wie zum Beispiel Sony: Der Palm-Kompatible mit der Bezeichnung „Clié PEG-NR70V“ ist aufklappbar, bietet eine integrierte Kamera und Tastatur, sowie einen Bildschirm mit 64.000 Farben und 320 mal 480 Bildpunkten. Standard bei Palm sind 160 mal 160 Pixel. Der Treo von Handspring, bald zu haben bei O2, ist Palm und Telefon in einem - doch mit den eleganten PocketPC-Smartphones kann der Plastik-Organizer auch nicht mithalten.

          O2 stellt daher auch viel mehr den ebenfalls präsentierten „O2xda“ in den Vordergrund: PocketPC und Mobiltelefon in einem, inklusive GPRS-Modem und Software-Paket für mobile Anwendungen. Da inzwischen das Konzept der kleinen, schlanken Organizer überholt zu sein scheint, gehen die PocketPC-Hersteller nun in die Vollen: Der „Pocket Loox“ von Fujitsu Siemens sieht nicht nur stromlinienförmig aus, sondern ist mit bis zu 400 MHz schnellen XScale-Prozessor zu haben.

          Mobil-PC anstatt Organizer

          Der Pocket Loox kostet zwar 699 Euro, bietet dafür aber Bluetooth sowie Compact Flash- und SD-Kartensteckplätze. Darüber lässt sich zum Beispiel eine Digitalkamera anstecken, Videofilme - und Musik sowieso - kann der Pocket Loox ruckelfrei abspielen.

          Der Trend ist eindeutig: Kleine Organizer, wie einst der erste Palm, will niemand mehr. Zumindest will sie kein Hersteller mehr anbieten. Multimediale Vielfalt und mobile Erweiterbarkeit sind ein Muss. Im kommenden Palm-Betriebssystem Version 5 sollen deshalb auch Sound-Ausgabefähigkeiten und die Unterstützung der schnellen XScale-Prozessoren integriert werden - damit der Palm endlich auch „groß“ werden kann.

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