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PC-Branche : Düstere Vorzeichen für Hewlett-Packard und Dell

  • Aktualisiert am

Analysten sind skeptisch gegenüber Hewlett-Packard Bild: dpa

Mit Spannung wartet der Markt auf die Quartalszahlen von Dell und Hewlett-Packard.

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          Mit Spannung wartet der Markt auf die Quartalszahlen von Dell und Hewlett-Packard (HP). Die Aussichten der beiden Computer-Hersteller sind weniger als rosig.

          Dell, weltweit führend im Direktverkauf von PCs, versucht mit Preissenkungen der gesunkenen Nachfrage zu begegnen. Credit Suisse First Boston hatte erst am Vortag der Computerbranche düstere Aussichten bescheinigt und die Prognosen für 2002 und 2003 zurückgenommen. Analysten rechnen bei Dell im Schnitt mit einem Gewinn je Aktie von 16 Cent im zweiten Quartal nach 22 Cent im Vorjahreszeitraum. Dell legt die Zahlen am Donnerstag nach Börsenschluss in den USA vor.

          Nach 49 Cent nur noch 4 Cent für HP erwartet

          Düster sieht es vor allem für Hewlett-Packard aus. Von dem zweitgrößten PC-Hersteller erwarten Analysten im dritten Quartal (zum 31. Juli) nur noch einen Gewinn von 4 Cent je Aktie statt 49 Cent im Vorjahr. Der Umsatz soll nach 11,8 Milliarden Dollar im Vorjahreszeitraum im zweiten Quartal des laufenden Jahres noch 10,2 Milliarden Dollar betragen.

          HP-Chefin Carly Fiorina, die das Unternehmen im Juli 1999 in ein dreijähriges Umstrukturierungsprogramm geführt hatte, gerät immer stärker in die Kritik. Aktionäre beginnen Fiorinas Management-Fähigkeiten zu bezweifeln. Für das laufende Geschäftsjahr hatte die Firmenchefin ein Umsatzwachstum von 15 bis 17 Prozent vorhergesagt. Analysten erwarten nun einen Rückgang um 7,4 Prozent.

          Bis zum November vergangenen Jahres hatte HP vier Quartale lang die Gewinnprognosen geschlagen, blieb dann aber um zehn Prozent hinter den Erwartungen zurück. Seitdem musste Fiorina dreimal in der Mitte des Quartals die jeweilige Prognose korrigieren. Dabei ist die HP-Chefin jedoch in guter Gesellschaft. Compaq-Chef Micheal Capellas hat die Ziele in den vergangenen vier Berichtszeiträumen zurückgeschraubt. Scott McNealy von Sun Microsystems wollte für das laufende Quartal erst gar keine Prognose abgeben.

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