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Deutsche Bank : Ausgerechnet Achleitner

Paul Achleitner soll laut Gerüchten aus den Aufsichtsrat von Daimler verlassen wollen. Bild: Jan Roeder

Die Deutsche Bank hat einen langen Abstieg hinter sich. Viele verbinden diesen mit Aufsichtsratschef Paul Achleitner. Der zuletzt steigende Aktienkurs könnte für bessere Stimmung sorgen.

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          Den Menschen kann man nur vor den Kopf gucken, sagt der Rheinländer gern in seinem ihm eigenen Dialekt. Das gilt zweifellos auch für Aufsichtsräte. Das gilt auch für Paul Achleitner. Was also geht wohl im Kopf dieses Mannes vor, wenn der Aktienkurs der Deutschen Bank – wie in den zurückliegenden Tagen tatsächlich geschehen – auf mehr als 10 Euro springt, wenn nach rund acht Jahren an der Spitze des Aufsichtsrates von Deutschlands größtem und systemrelevantem Kreditinstitut sich der Himmel am Aktienmarkt etwas aufhellt?

          Inken Schönauer

          Redakteurin in der Wirtschaft, verantwortlich für den Finanzmarkt.

          Achleitner würde vermutlich einen Kommentar abgeben, wie ihn sehr viele Manager seines Schlags formulieren würden. Dass der Aktienkurs eine Stichtagsbetrachtung, die Unternehmensstrategie aber langfristig ausgelegt sei. Achleitner schweigt öffentlich zum aktuellen Aktienkurs. Aber der Österreicher, der schon viele Strippen in deutschen Unternehmen gezogen hat und noch immer zieht, ist auch nur ein Mensch. Es ist schwer vorstellbar, dass er insgeheim nicht doch so etwas wie Genugtuung empfindet.

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