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Patientenberater bemängeln : „Da herrscht eine Föderale Corona-Kakophonie“

Rund ums Impfgeschehen gibt es viel Aufklärungssimulation. Bild: dpa

Viele ältere und vorerkrankte Menschen suchen dringend Rat über die Impfung, andere haben nur schwerlich Zugang zur Terminvergabe. Bei der Quote der Erstimpfungen hinkt Deutschland hinterher. Ein Überblick.

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          Die Corona-Impfung verunsichert ausgerechnet jene Bevölkerungsgruppe, für die sie in erster Linie gedacht ist. Immer mehr betagte Personen und solche mit Vorerkrankungen suchten derzeit Rat, weil sie nicht wüssten, ob und wo sie sich immunisieren lassen könnten, sagt Johannes Schenkel, der Ärztliche Leiter der von den Krankenkassen finanzierten Unabhängigen Patientenberatung UPD, der F.A.Z. 30 bis 40 Prozent der bis zu 1000 Anfragen am Tag drehten sich um das Virus, die Hälfte davon ums Impfen: „Das hat rasant zugenommen.“

          Christian Geinitz

          Wirtschaftskorrespondent in Berlin

          Anrufer mit chronischen Leiden wüssten oft nicht, ob sie die Spritze vertrügen, da es an Studien zu ihren speziellen Fällen fehle. Viel mehr Anfragen aber drehten sich um den schwierigen Zugang zu Terminen in den Impfzentren, die in den Bundesländern unterschiedlich organisiert werden. Die Telefonauskunft dazu sei oft besetzt, im Internet fänden sich ältere Leute nicht zurecht, kritisiert Schenkel. Selbst seine Berater hätten Schwierigkeiten, den regionalen Überblick zu behalten. „Da herrscht eine föderale Kakophonie“, sagt der Arzt. Das führe dazu, dass die „fitten“ Patienten zum Zug kämen, die schwächeren aber nicht: „Das geht also voll an der Zielgruppe vorbei.“

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