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Neuer Intel-Chef Pat Gelsinger : Ein Draht zu Gott und zu den Märkten

Pat Gelsinger Bild: Reuters

Pat Gelsinger wird neuer Chef des Chipriesen Intel. Eine anspruchsvolle Aufgabe. Doch er bringt viel Erfahrung an den Märkten mit - und noch mehr Gottvertrauen.

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          Besser geht’s nicht. Kaum hatte sich die Kunde verbreitet, dass Pat Gelsinger neuer Vorstandschef von Intel wird, schoss der Aktienkurs des Chipkonzerns um mehr als 10 Prozent nach oben. Das macht rund 18 Milliarden Dollar aus. Dagegen sank der Börsenwert des Geschäftssoftwarespezialisten VM-Ware, den Gelsinger bis dato führt, um mehr als 5 Prozent. Der Vorschusslorbeer zeigt: Die Anleger trauen dem Mann mit dem etwas verlegenen Lächeln, das er auf dem offiziellen Foto in einer ersten Memo an alle Intel-Beschäftigten zeigte, viel zu.

          Stephan Finsterbusch

          Redakteur in der Wirtschaft.

          Thiemo Heeg

          Redakteur in der Wirtschaft.

          Sie trauen ihm auch deshalb viel zu, weil sie wissen: Gelsingers neuer Arbeitgeber ist eigentlich sein alter. Denn der Technikprofi, Jahrgang 1961, kennt den Chipriesen in- und auswendig. Darauf wies er im Mitarbeiterbrief hin, den Intel am Dienstag veröffentlichte. 18 Jahre alt sei er gewesen, als er bei Intel anfing. Das war 1979. Und Gelsinger blieb im eigentlich wechselfreudigen Amerika seiner Firma treu – drei Jahrzehnte lang.

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