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Steuer-Enthüllungen : Bundesregierung will „Paradise Papers“ einsehen

  • Aktualisiert am

Die Bundesregierung will die Dokumente der „Paradise Papers“ einsehen. Bild: dpa

Die Bundesregierung sieht in der Veröffentlichung der „Paradise Papers“ eine Chance. Mehr Transparenz sei der Untergang jeder Steueroase. Sie fordert zudem die Herausgabe der Dokumente.

          Die Bundesregierung hat die Enthüllungen zu Steueroasen durch die „Paradise Papers“ begrüßt. Dadurch würden „Strukturen, Akteure und Nutznießer steuerlicher Parallelwelten“ bekannt gemacht, sagte Regierungssprecher Steffen Seibert am Montag in Berlin. Die Veröffentlichungen erhöhten international den Druck auf Länder, die sich in diesem Bereich bislang der Transparenz verweigerten.

          „Transparenz ist der Untergang jeder Steueroase“, fügte Seibert hinzu. Es sei wichtig, die Menschen zu kennen, die hinter Briefkastenfirmen steckten. Ein Sprecher des Bundesfinanzministeriums kündigte eine „gründliche“ Analyse der Veröffentlichungen auch zu möglichen deutschen Verbindungen an. „In dem Zusammenhang wäre es hilfreich, wenn diese Informationen der deutschen Finanzverwaltung so wie sie sind zur Verfügung gestellt werden“, sagte er.

          Rund anderthalb Jahre nach den „Panama Papers“ hat ein neues Datenleck Steuertricks von Politikern, Konzernen und Superreichen in aller Welt offengelegt. Die insgesamt 13,4 Millionen Dokumente wurden der „Süddeutschen Zeitung“ aus Steueroasen zugespielt und von einem internationalen Medienkonsortium ausgewertet. Den „Paradise Papers“ zufolge hat etwa den amerikanischen Handelsminister Wilbur Ross Beteiligungen an einer Reederei, die in Verbindung mit Vertrauten von Russlands Präsident Wladimir Putin steht.

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