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Nach Panama Papers : Übergangspremier soll Island führen

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Nach ausführlichen Beratungen mit allen Parteien ist der isländische Ministerpräsident Gunnlaugsson zurückgetreten. Bild: AP

Der in die Kritik geratene isländische Ministerpräsident soll endgültig zurückgetreten sein – teilt ein Sprecher seiner Partei mit. Neuwahlen seien für Herbst geplant, ein anderer solle so lange die Regierungsgeschäfte übernehmen.

          Die Regierung in Island will ohne ihren durch die „Panama Papers“ in die Kritik geratenen Chef Sigmundur David Gunnlaugsson weitermachen. Gunnlaugsson sei zurückgetreten, teilte ein Sprecher der liberalen Fortschrittspartei am späten Mittwochabend nach ausführlichen Beratungen mit allen Parteien mit. Neuwahlen sollen im Herbst stattfinden. Übergangsweise solle Vizeparteichef Sigurdur Ingi Johansson als Ministerpräsident amtieren.

          Gunnlaugssons Name war im Zusammenhang mit den Enthüllungen der sogenannten „Panama Papers“ aufgetaucht. Demnach besitzt seine Frau Anteile an einer Briefkastenfirma auf den Britischen Jungferninseln. Er hatte seine Anteile für einen Dollar an sie verkauft. Gunnlaugsson bestritt, die Vermögenswerte den Finanzbehörden verheimlicht zu haben und hatte sich zunächst geweigert zurückzutreten.

          Am Mittwochabend hatten den dritten Tag in Folge Tausende Isländer vor dem Parlament in Reykjavík demonstriert und den Rücktritt des Ministerpräsidenten gefordert.

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