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Kolumbien : Unternehmer aus Panama festgenommen - Geldwäscheverdacht

  • Aktualisiert am

Polizei vor einer Filiale der Balboa Bank, die zur Waked-Familie gehört Bild: dpa

Der kolumbianischen Polizei ist ein Schlag gegen mutmaßliche Geldwäscher für Drogenkartelle geglückt: Auf Antrag der Vereinigten Staaten wurde der einflussreicher panamaische Unternehmer Nidal Waked festgenommen.

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          Der einflussreiche panamaische Unternehmer Nidal Waked ist in Bogotá wegen Geldwäsche-Vorwürfen festgenommen worden. Er sei am Donnerstag auf Antrag der amerikanischen Behörden auf dem Flughafen der kolumbianischen Hauptstadt verhaftet worden, berichtete die Zeitung „El Espectador“ unter Berufung auf die Polizei. Waked soll über das Firmen-Konglomerat Grupo Waked Geld für Drogenkartelle gewaschen haben.

          Zuvor hatte das amerikanische Finanzministerium die gesamte Unternehmensgruppe auf die schwarze Liste gesetzt, darunter die Parfümerie La Rivera, die Medien-Holding Wisa sowie das Kreditinstitut Balboa Bank & Trust. „Damit machen wir diese Geldwäscheorganisation öffentlich und beschneiden ihre Fähigkeit, Drogengelder über Handel, Immobiliengeschäfte und Finanzdienstleistungen in der Region zu waschen“, sagte der zuständige Abteilungsleiter John E. Smith.

          Bankenaufsicht übernimmt Kontrolle

          In Panama übernahm die Bankenaufsicht die Kontrolle über die Finanzgeschäfte der Firmengruppe. Generalstaatsanwältin Kenia Porcell sagte den Vereinigten Staaten volle Unterstützung bei den Ermittlungen zu.

          Vor rund einem Monat war das mittelamerikanische Land durch die Veröffentlichung der „Panama Papers“ auf der ganzen Welt in die Schlagzeilen geraten. Darin ging es um Briefkastenfirmen, die für Steuerhinterziehung und Geldwäsche genutzt worden sein sollen.

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