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Paket-Chaos : Wenn der Postmann nicht mehr klingelt

Paketanlieferung am Hauptbahnhof in Rostock. Bild: ZB

Über den Paket-Wahnsinn beschweren sich alle. Trotzdem bestellen die Deutschen immer mehr. Aus gutem Grund.

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          So kann es mit den Paketen nicht weitergehen – nach der jüngsten Weihnachtsgeschenkbestellsause liegt dieser Eindruck nahe. Überarbeitete Paketboten klingeln schon lange nicht mehr, gelegentlich laufen sie bloß bis zur Haustür und kehren dann unverrichteter Dinge wieder um, nur um Zeit zu sparen. Der Kunde verbringt ganze Mittagspausen in den Schlangen von Postfilialen, die inzwischen Seltenheitswert haben. Dort ist der Überblick längst verlorengegangen. Und selbst die Packstationen machen die Sache kaum besser. Sie sind häufig überfüllt.

          Und doch: Das Paket-Chaos scheint die Leute nicht abzuschrecken. Wieder wird das Weihnachtsgeschäft dem Versandhandel neue Rekorde beschert haben. Viele Menschen in Deutschland kaufen offensichtlich trotz aller Lieferschwierigkeiten lieber im Internet ein als in der adventlich überfüllten Innenstadt. Vorteile gibt es noch immer etliche: Die Auswahl ist größer. Preisvergleiche sind einfacher. Und: Es ist bequemer.

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