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Ost-Ausschuss-Vorsitzender : „Wer Karten für die WM hat, soll hingehen!“

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Wolfgang Büchele, CEO des Gebäudetechnikunternehmens M+W Group im Konferenzraum der Brunswick Group in Frankfurt am 23.05.2018. Bild: Frank Röth

Sollte man die WM in Russland boykottieren? Und steht Altkanzler Schröder Machthaber Putin nicht etwas zu nah? Der Vorsitzende des Ost-Ausschusses, Wolfgang Büchele, sagt dazu klar: nein!

          Der Ost-Ausschuss der deutschen Wirtschaft wendet sich scharf gegen einen Boykott der WM in Russland. „Ich bin gegen einen WM-Boykott. Wer Karten hat, soll hin gehen“, sagte der Vorsitzende Wolfgang Büchele der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung. Er selbst wolle spätestens dabei sein, wenn die Deutschen ins Finale kommen.

          Büchele spricht sich in der F.A.S. für eine Normalisierung der Beziehungen zu Russland aus: „Wirtschaftliche Sanktionen sind nicht das probate Mittel, um politische Auseinandersetzungen auszufechten“, sagte der Manager, der hauptberuflich Chef des Stuttgarter High-Tech-Konzerns M+W ist.

          Vehement verteidigt Büchele das Engagement von Altkanzler Gerhard Schröder in Putins Russland: „Schröder handelt in deutschem Interesse, wenn er Mandate in Russland annimmt. Daran ist nichts ehrenrührig. Aus meiner Sicht ist es unangebracht, den ehemaligen Bundeskanzler dafür an den Pranger zu stellen. Er dient mit seinem Engagement in Russland der deutschen Volkswirtschaft.“

          Am Ende gehe es um den Erhalt deutscher Arbeitsplätze, sagte Büchele: „Mit unserer eigenartigen Sichtweise vergessen die Deutschen oft: Wir sind Netto-Energieimporteur. Rosneft und Nordstream sind für den Industriestandort Deutschland essentiell.“ Deshalb sei es „sinnvoll und wünschenswert, dass mit Gerhard Schröder ein Deutscher im Aufsichtsrat von Rosneft sitzt: Wir beziehen von dem Konzern acht Prozent unseres Kraftstoffs.“ Auch sein Mandat in der Pipeline-Gesellschaft Nordstream (mit Gazprom als wichtigstem Anteilseigner) nennt Büchele  „aus deutscher Sicht begrüßenswert“

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