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AMS schafft Hürde : Osram-Übernahme gelingt im zweiten Anlauf

Bild: Reuters

Der österreichische Sensor-Spezialist AMS ist bei der Übernahme des deutschen Lichttechnik-Konzerns Osram am Ziel. Mehr als 55 Prozent der Osram-Aktionäre haben das Kaufangebot angenommen.

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          Der österreichische Halbleiteranbieter AMS kann den Lichttechnikkonzern Osram zu übernehmen. Wie AMS am Freitagabend mitteilte, haben mehr als 55 Prozent der Osram-Aktionäre das bis zu 4,6 Milliarden Euro teure Übernahmeangebot angenommen. Ein genaues Ergebnis wird den Angaben zufolge erst am Dienstag vorliegen.

          Michaela Seiser

          Wirtschaftskorrespondentin für Österreich und Ungarn mit Sitz in Wien.

          Die Österreicher hatten das Überschreiten der Schwelle selbst zur Bedingung für einen Erfolg der Übernahme gemacht. Langfristig will das Management des Weltmarktführers für Sensorik-Komponenten auf mehr als drei Viertel der Anteile an dem deutlich größeren Traditionskonzern kommen. Dann könnte es Zugriff auf die Finanzmittel von Osram erhalten und damit die Kredite für die Übernahme tilgen. Die Annahmefrist war Donnerstagabend um Mitternacht abgelaufen.

          Entscheidend für das Erreichen der Schwelle waren Hedgefonds und Arbitragehändler. Um sie zur Annahme des Angebots zu bewegen, war der Vorstandssprecher von AMS, Alexander Everke, in New York und London zu Gesprächen mit den Fondsmanagern unterwegs. Mit Abschluss der Transaktion wird im ersten Halbjahr 2020 gerechnet.

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