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Olaf Scholz unter Druck : Das Ende eines Sommermärchens

Olaf Scholz (SPD), Bundesminister der Finanzen Bild: dpa

Olaf Scholz hatte einen guten Start als Kanzlerkandidat der SPD – jetzt bringen ihn Wirecard und Warburg-Bank in Bedrängnis. Die Opposition sieht „dringenden Gesprächsbedarf“. Am Mittwoch soll er nun Rede und Antwort stehen.

          4 Min.

          Olaf Scholz lässt normalerweise keine Gelegenheit ungenutzt verstreichen, um über sein segensreiches politisches Wirken in der Vergangenheit zu räsonieren. Ausführlich, wortreich, detailliert. Er schwärmt dann geradezu über sich selbst und seine Fähigkeit, Dinge vorwegzunehmen, die vor ihm noch keiner gesehen hat. Solche Schilderungen, fast schon Ausbrüche, stehen in einem auffälligen Kontrast zu seinen sonst üblichen Auftritten, in denen er sich kurz angebunden zeigt, nüchtern gibt und so leise redet, dass das Kanzleramt für ihn eigens eine stärkere Mikrofonanlage im Kabinettsaal eingebaut haben soll.

          Manfred Schäfers
          Wirtschaftskorrespondent in Berlin.

          Auch im Finanzausschuss des Bundestages haben die Abgeordneten vor allem einen wortkargen Minister erlebt. Verschärfend kommen offenkundig Gedächtnislücken hinzu. Die Geschichte ist für Olaf Scholz unangenehm, es geht um schräge Geschäfte einer Privatbank namens M. M. Warburg, um dubiose Steuerpraktiken – und eine schnelle und überraschende Entscheidung der Finanzbehörde des Stadtstaates.

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