https://www.faz.net/-gqe-aeklj

Überschuss in Milliardenhöhe : Ölkonzern Saudi Aramco vervierfacht Gewinn

  • Aktualisiert am

Öltanks von Aramco in Abqaiq in Saudi Arabien Bild: Reuters

Weil sich die Wirtschaft erholt und die Ölpreise steigen, laufen die Geschäfte der Ölkonzerne wieder deutlich besser. Der saudische Branchengigant Aramco hat in drei Monaten mehr als 25 Milliarden Dollar verdient.

          1 Min.

          Der Ölkonzern Saudi Aramco hat seinen Gewinn im Zuge der weltweit anziehenden Konjunktur und steigender Ölpreise deutlich erhöht. Der saudische Branchengigant meldete am Sonntag für das zweite Quartal 2021 einen Überschuss von 25,5 Milliarden Dollar (etwa 21,6 Mrd Euro). Das ist fast das Vierfache des Vorjahresniveaus: Im zweiten Quartal 2020 hatte der Konzern einen Gewinn von gerade einmal 6,6 Milliarden Dollar erzielt.

          Für das erste Halbjahr weist Aramco einen Überschuss von 47,2 Milliarden Dollar aus - das ist eine Steigerung um 103 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum (rund 23,2 Mrd). Zuletzt hatte der Gewinn in der ersten Jahreshälfte 2019 in diesem Bereich gelegen (46,9 Milliarden Dollar).

          Wie seine Wettbewerber auch profitiert Aramco von einer sich erholenden Wirtschaft weltweit, was zu steigenden Ölpreisen führt. Ölpreise seien wieder höher, und die Nachfrage habe sich erholt, begründete der Konzern das Gewinnplus. Auch die Impfkampagnen sowie Lockerungen der Corona-Regelungen hätten dazu beigetragen.

          Der Energieriese blickt zuversichtlich in die Zukunft: Er sei „für das zweite Halbjahr 2021 und darüber hinaus äußerst positiv“, sagte der Präsident und Vorsitzende des Konzerns, Amin Nassir. „Auch wenn es noch einige Unsicherheit wegen der Herausforderungen aufgrund der Covid-19-Varianten gibt, haben wir gezeigt, dass wir uns schnell und effektiv an sich ändernde Marktbedingungen anpassen können.“

          Wegen des Preiskriegs am Ölmarkt hatte der Konzern 2020 einen Jahresgewinn von 49 Milliarden Dollar gemeldet. Aramco fuhr auch seine Investitionen herunter und gab lediglich 27 Milliarden Dollar aus. Für das laufende Jahr sollen die Investitionen rund 35 Milliarden Dollar betragen - prognostiziert waren ursprünglich allerdings einmal 40 bis 45 Milliarden Dollar.

          Weitere Themen

          Es lebe die Cloud

          Scherbaums Börse : Es lebe die Cloud

          SAP hat mit seinen jüngsten Zahlen positiv überrascht. Die Strategie von Konzernchef Christian Klein scheint aufzugehen. Und aus Sicht von Analysten und der nüchternen Charttechnik gibt es gute Gründe, einen Blick auf das wertvollste Dax-Unternehmen zu werfen.

          Wirtschaftsforscher senken Konjunkturprognose deutlich Video-Seite öffnen

          Anstieg von nur 2,4 Prozent : Wirtschaftsforscher senken Konjunkturprognose deutlich

          Die führenden Wirtschaftsforschungsinstitute haben ihre Prognose für das Wachstum der deutschen Wirtschaft in diesem Jahr noch einmal deutlich abgesenkt. In ihrem Herbstgutachten gehen die Expertinnen und Experten nun von einem Anstieg des Bruttoinlandsprodukts (BIP) um 2,4 Prozent in diesem Jahr aus – nach prognostizierten 3,7 Prozent im Frühjahr.

          Topmeldungen

          Robert Habeck, Bundesvorsitzender von Bündnis 90/Die Grünen, Annalena Baerbock, Bundesvorsitzende von Bündnis 90/Die Grünen, Olaf Scholz, SPD-Kanzlerkandidat und Bundesminister der Finanzen und Christian Lindner, Fraktionsvorsitzender und Parteivorsitzender der FDP, am 15. Oktober in Berlin.

          Regierungsbildung in Berlin : Sieht so der Aufbruch aus?

          Die Spezialität der Sondierer von SPD, Grünen und FDP scheinen bisher vor allem Worte zu sein. Ein Aufbruch verlangt aber Taten.
          Klare Sache: Serge Gnabry (links), Leon Goretzka und der FC Bayern lassen aufhorchen.

          5:1 in Leverkusen : FC Bayern sorgt für Bayer-Debakel

          Fünf Tore in einer Halbzeit: Bayer Leverkusen geht gegen den FC Bayern unter. Die Münchner übernehmen damit wieder die Tabellenführung – und ärgern sich am Ende dennoch über ein Gegentor.
          90 Prozent der Polen haben sich in neuen Umfragen für den Verbleib in der EU ausgesprochen.

          Polexit-Pläne : Kampf gegen die „Besatzer“ aus Brüssel

          Nach dem Urteil des Verfassungsgerichts ist die Lage in Polen ernst. Regierungspolitiker spielen mit der Idee eines unabhängigen Polens, dabei profitiert das Land von der EU.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.