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Hilfe in der Corona-Pandemie : Für seine Ölfreunde hat Trump ein offenes Ohr

Möchte wiedergewählt werden dieses Jahr: Donald Trump Bild: Reuters

Niedrige Ölpreise sind ein echtes Problem, wenn man seine Empathie Frackern in Texas, Ölscheichs in Saudi-Arabien oder Produzenten von Putins Gnaden schenkt. Die Mehrheit der Menschheit fällt aber nicht in die Kategorie.

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          Die Bereitschaft von Politikern, in Märkte nur deswegen einzugreifen, weil Unternehmen mit Niedrigpreisen Probleme haben, ist bemerkenswert. Am Montag hat amerikanisches Rohöl einen unerwartet starken Preisrutsch erlebt. Eine bestimmte Sorte für die Lieferung im Mai schloss den Handelstag sogar mit einem negativen Preis. Finanzinvestoren, die entsprechende Terminkontrakte besaßen, mussten dafür Geld bezahlen, dass ihnen das Rohöl abgenommen wird. Nie zuvor war das passiert.

          Noch am selben Tag brachte Präsident Donald Trump Lieferbeschränkungen für Ölimporte und ein staatliches Kaufprogramm zur Auffüllung der strategischen Petroleumreserve ins Spiel. Zuvor hatte er schon geholfen, das lose Produktionskartell zwischen Russland und Saudi-Arabien zu reanimieren mit der Absicht, die Preise für Rohöl in die Höhe zu treiben. Angesichts der republikanischen Traditionslinie, Ölkartelle und speziell die Opec als Instrumente zur Schädigung der Vereinigten Staaten anzusehen, muss man sich wundern, dass Trumps Intervention nicht skandalisiert wurde.

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