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Ölpreis-Kommentar : Billiger tanken

Der Ölpreis ist kräftig unter Druck geraten. Für die Verbraucher ist das erfreulich. Doch die Preisschwankungen werden weitergehen.

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          Für die Verbraucher in Deutschland ist es überaus erfreulich: Der Ölpreis ist kräftig unter Druck geraten. Das Preisniveau hat mittlerweile ungefähr den Stand aus dem vorigen Herbst erreicht. Das macht den Kauf von Heizöl spürbar billiger, auch an den Tankstellen waren zuletzt wieder etwas niedrigere Preise für Benzin und Diesel zu beobachten. Das dürfte sich in geringeren Lebenshaltungskosten für alle bemerkbar machen. Dabei hatten noch im April die Autofahrer an der Tankstelle mehr als im Vormonat zahlen müssen. Das war wohl vor allem dem Osterfest und den Osterferien geschuldet. In dieser Reisezeit ist das Tanken oftmals teurer, und auch in diesem Jahr war der Ostersonntag für Benzin und Diesel der teuerste Tank-Tag des Monats.

          Es ist schön, wenn sich das jetzt wieder etwas umkehrt. Die Verbraucher in Deutschland profitieren dabei vom Ringen zwischen der Opec und den amerikanischen Ölförderern um Marktanteile. Wenn die Opec die Ölförderung kürzt, um den Preis hochzutreiben, springen die Vereinigten Staaten mit ihren Fördermengen ein, so dass der Preis wieder sinkt. Elf Wochen in Folge haben die Amerikaner jetzt höhere Fördermengen vermeldet, das ist bemerkenswert. Zwar weiß keiner, wie das am Ende ausgeht. Die nächsten Wochen aber wird dieses Ringen weiter für kräftige Preisschwankungen sorgen.

          Christian Siedenbiedel
          Redakteur in der Wirtschaft.

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