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Projekt Rosebank : Österreichischer Konzern verkauft Ölfeld-Anteil

  • Aktualisiert am

Beinahe eine halbe Milliarde Euro Wertberichtigung fällt für OMV durch die Entscheidung an. Bild: Reuters

Der Ölkonzern OMV wollte nördlich der Shetlandinseln nach Öl bohren. Nun hat er seinen Anteil wesentlich an ein kanadisches Unternehmen verkauft.

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          Das österreichische Öl-und Gasunternehmen OMV verkauft einen 30-prozentigen Anteil am UK Offshore Öl- und Gasprojekt Rosebank an die Firma Suncor Energy. Nach dieser Transaktion liege der OMV-Anteil an Rosebank bei 20 Prozent, teilte das Unternehmen am Dienstag nach Börsenschluss in den Vereinigten Staaten mit. Suncor mit Sitz in Calgary ist laut der Pressemitteilung Kanadas größtes integriertes Energieunternehmen.

          „Mit dieser Transaktion erzielen wir ein ausgeglichenes Portfolio durch die Reduktion von Investmentverpflichtungen und behalten einen großen Anteil am Entwicklungsprojekt Rosebank“, erklärte der OMV-Vorstand für das Upstream-Geschäft, Johann Pleininger. „Mit dem Einstieg von Suncor, einem Unternehmen mit umfangreicher Erfahrung bei Offshore-Projekten, werde gleichzeitig das Projekt Rosebank gestärkt.

          Zugleich muss OMV im Zusammenhang mit dieser Transaktion eine Wertberichtigung vor Steuern in Höhe von 530 Millionen Euro für den 50-prozentigen Anteil des Rosebank-Feldes verbuchen. Und zwar im zweiten Quartal 2016.

          Suncor werde eine Erstzahlung von 50 Millionen Dollar bei Abschluss leisten, teilte OMV weiter mit. Die Transaktion unterliege behördlicher Genehmigungen, und der Abschluss werde für das vierte Quartal dieses Jahres erwartet. „OMV erhält eine zusätzliche Zahlung von bis zu 165 Millionen Dollar, wenn sich die Rosebank-Partner auf eine finale Investitionsentscheidung einigen“, erklärte OMV. Das Feld Rosebank wurde laut OMV im Dezember 2004 entdeckt und liegt rund 130 km nordwestlich der Shetlandinseln in einer Wassertiefe von rund 1110 Metern.

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