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Ölkatastrophe im Golf von Mexiko : BP fordert 20 Milliarden Dollar Schadenersatz

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Diese Bilder gingen vor eineinhalb Jahren um die Welt: Lösch-Schiffe versuchten, die Ölplattform „Deepwater-Horizon“ zu löschen, letztlich ohne Erfolg. Die Bohrinsel versank im Meer Bild: dpa

Die schlimmste Ölpest in der Geschichte der Vereinigten Staaten zieht einen weiteren Mammut-Prozess nach sich: Rund eineinhalb Jahre nach dem Untergang seiner Ölplattform im Golf von Mexiko verlangt der britische BP-Konzern vom Subunternehmen Halliburton 20 Milliarden Dollar Entschädigung.

          Der britische Ölkonzern BP verlangt vom amerikanischen Subunternehmen Halliburton rund 20 Milliarden Dollar Entschädigung wegen der Ölpest im Golf von Mexiko. BP gab nach eigenen Angaben für die Beseitigung des Öl-Lecks und die Reinigung der Küsten bislang mehr als 14 Milliarden Dollar aus. Weitere 20 Milliarden Dollar habe der Konzern für Schadenersatzforderungen und Renaturierungsmaßnahmen zurückgestellt. In einer Klage, die der Ölkonzern bei einem Bundesgericht in New Orleans eingereicht hat, fordert BP die bereits an Dritte geleisteten Entschädigungen zurück. Außerdem macht der Konzern entgangene Einnahmen aus der Nutzung des Ölfelds Macondo geltend.

          Der britische Ölkonzern wirft Halliburton auch vor, wichtige Unterlagen zur Zementierung der Ölquelle vernichtet zu haben. Die fehlerhafte Zementierung der Quelle war laut den US-Behörden eine der Hauptursachen für die Explosion; für diese Arbeit war offenbar Halliburton verantwortlich.

          Klagen und Gegenklagen

          BP hatte bereits im vergangenen Jahr Schadensersatzklagen gegen Halliburton und den Bohrinsel-Betreiber Transocean eingereicht. Wo die Unterschiede zwischen der ersten und der nun eingereichten Klage liegen, ist bis dato noch nicht klar. Unabhängig davon wehren sich die beiden Geschäftspartner mit Gegenklagen. So verklagte Halliburton BP im April wegen Geschäftsschädigung und vorsätzlicher Falschdarstellung.

          Das Unglück ereignete sich am 20. April 2010 rund 80 Kilometer vor der Küste bei New Orleans. Die BP-Ölbohr-Plattform „Deepwater Horizon“ sank, dabei kamen elf Arbeiter ums Leben. 4,9 Millionen Barrel (769 Millionen Liter) Öl traten aus und verursachten schwere Umweltschäden im Meer und an den angrenzenden Küsten. Es war die schlimmste Ölpest in der Geschichte der Vereinigten Staaten.
           

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