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Öl- und Gasförderung : Riskantes Bohren

  • -Aktualisiert am

Nach der Ölkatastrophe im Golf von Mexiko versprachen die Öl- und Gaskonzerne, ihre Sicherheitsstandards zu verbessern und gut gerüstet für Notfälle zu sein. Nun zeigt das Unglück in der Nordsee das Gegenteil.

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          Der Unfall auf der Nordsee-Plattform des französischen Energiekonzerns Total belegt die Gefahren der Rohstoff-Förderung. Seit Sonntag strömt Gas und Öl ins Meer. Völlig unklar ist, wie das Leck abgedichtet werden kann und wie lange dies dauern wird. Das Unglück bedeutet für Total einen erheblichen Rückschlag und Vertrauensverlust, wie sich am stark sinkenden Börsenkurs des Unternehmens ablesen lässt.

          Plattform „Elgin“ : Gasleck in der Nordsee

          Ebenso steht die gesamte Branche abermals unter Druck. Zwei Jahre ist es her, dass im Golf von Mexiko die BP-Plattform Deepwater Horizon explodierte und unterging. Damals dauerte es 87 Tage, das Bohrloch zu schließen. Die Öl- und Gaskonzerne versprachen, ihre Sicherheitsstandards zu verbessern und gut gerüstet für Notfälle zu sein. Kurzum: Die Technik und die Risiken seien beherrschbar. Doch nun zeigt das Unglück das Gegenteil. In Zeiten, in denen die Förderung von Erdgas und Rohöl zunehmend schwieriger wird, weil die leicht zu erschließenden Vorkommen längst ausgebeutet sind, muss die Branche mit mehr Gegenwind rechnen: nicht nur von Umweltschützern, sondern auch von Behörden, die die Vorschriften verschärfen. Auch die Skepsis der Investoren nimmt zu.

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