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Konflikt um Ölpreise : Deutlicher Gewinnrückgang bei Saudi Aramco

  • Aktualisiert am

Schon 2019 hat Saudi Aramco die Vorboten einer Krise zu spüren bekommen. Bild: Reuters

Es sind schlechte Nachrichten für den staatlichen Ölförderer. Wegen fallender Rohölpreise und geringerer Fördermengen hat Saudi Aramco 2019 deutlich weniger Geld eingenommen. Nun will der Konzern seine Ausgaben weiter kürzen.

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          Durch den schon im vorigen Jahr gesunkenen Rohölpreis ist der Gewinn des staatlichen saudischen Ölkonzerns Saudi Aramco um rund 20 Prozent geschrumpft. Der Energieriese meldete am Sonntag einen Jahresüberschuss von 88,2 Milliarden Dollar (79,1 Mrd Euro) für 2019 - ein Rückgang um knapp 23 Milliarden Dollar im Vergleich zum Vorjahr. Grund seien unter anderem fallende Ölpreise und Produktionsmengen, teilte der Konzern mit.

          2019 sei ein „außergewöhnliches Jahr“ gewesen, sagte Aramco-Präsident und -Vorsitzender Amin Nassir. Zudem stelle die Ausbreitung des Coronavirus das Unternehmen vor neue Herausforderungen. „Der jüngste Covid-19-Ausbruch und dessen schnelle Verbreitung verdeutlichen, wie wichtig Agilität und Anpassungsfähigkeit in einer sich laufend verändernden Welt sind.“

          Saudi-Arabien hatte sich im Ölkartell Opec und mit verbündeten Ländern wie Russland zuvor vergeblich um eine weitere Beschränkung der Rohölproduktion bemüht. Ab April können die Staaten damit wieder so viel Rohöl fördern, wie sie wollen. Daraufhin waren die Ölpreise in historischem Ausmaß eingebrochen. Aktien des Konzerns Aramco, der vor drei Monaten den bisher größten Börsengang hingelegt hatte, verloren deutlich an Wert.

          Wegen des Preiskriegs am Ölmarkt will Aramco seine geplanten Ausgaben für das laufende Jahr kürzen. Auch die Investitionen für 2021 würden überprüft, hieß es.

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