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Öffentlich-rechtliches Fernsehen : Das Wunschkonzert

Früher lief an Weihnachten das „ARD-Wunschkonzert“. Die Öffentlich-Rechtlichen sollten sich diese Zeiten in Erinnerung rufen - und wieder ein Programm nah an den Gebührenzahlern machen.

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          In den achtziger Jahren hat die ARD ihre Zuschauer nach musikalischen Wünschen befragt. Zur besten Sendezeit präsentierten Dagmar Berghoff und Max Schautzer einige Lieder im „ARD-Wunschkonzert“. Das war eine zugegeben biedere Unterhaltungsshow, aber sie war nah an den Gebührenzahlern.

          Es war die Zeit, als ARD und ZDF noch nicht mehr als 30 Milliarden Euro pro Gebührenperiode verschlungen haben und ihre Programme sich doch erwähnenswert von jenen der Privaten unterschieden. In diesen Weihnachtsfeiertagen sollten sich die Intendanten der Rundfunkanstalten diese Zeiten in Erinnerung rufen. Sie sollten sich besinnen auf ihren staatlichen Volksbildungs- und -aufklärungsauftrag.

          Teuerster öffentlich-rechtlicher Rundfunk der Welt

          Der Vorschlag der Gebührenkommission KEF, den neuen Rundfunkbeitrag um 73 Cent zu senken, ist dazu nur ein Anfang. Dem Gebührenzahler würde damit ohnehin nur die Hälfte der Mehreinnahmen zurückgegeben. Aber der Vorschlag spiegelt den Wunsch vieler Menschen, den teuersten öffentlich-rechtlichen Rundfunk der Welt nicht noch weiter aufzublähen.

          Zu anderen Wünschen, etwa nach einem Fernsehprogramm mit weniger Fußball und mehr Wissenssendungen, dürfen ARD und ZDF gern wieder ihre Zuschauer befragen.

          Henning Peitsmeier
          Wirtschaftskorrespondent in München.

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