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Öffentlich-rechtlicher Rundfunk : Einblick für Zwangsgeld

  • -Aktualisiert am

Die Bürger haben ein Anrecht darauf zu wissen, was Intendanten und Moderatoren öffentlich-rechtlicher Fernsehsender verdienen. Schließlich müssen sie für beide zahlen - auch wenn sie gar nicht fernsehen.

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          Bei Vorstandsgehältern gilt Transparenz. Was in der Privatwirtschaft der Manager einer Aktiengesellschaft verdient, muss haarklein aufgeschlüsselt und offengelegt werden - inklusive Boni und Altersvorsorge. Richtig so, denn der Aktionär muss all das bezahlen. Datenschutz und Privatsphäre müssen hinter gute Unternehmensführung zurücktreten.

          Im Falle der öffentlich-rechtlichen Fernsehsendern sieht das anders aus. Was ein Moderator verdient oder ein Fußballspiel kostet, soll niemand erfahren, wenn es nach den Intendanten geht. Auch über deren eigene Bezüge weiß man nur dort etwas, wo ein Landtag es vorgeschrieben hat.

          Doch haben die Bürger ein Anrecht auf solche Informationen. Schließlich werden sie selbst dann zum Zahlen einer „Haushaltsabgabe“ gezwungen, wenn sie gar kein Fernsehgerät besitzen. In anderen öffentlich-rechtlichen Bereichen hat der Gesetzgeber für Transparenz gesorgt, wenn Beitragszahler einem Obolus nicht entrinnen können: So müssen die Vorstände der gesetzlichen Krankenkassen inzwischen ebenso wie die Funktionäre der Kassenärztlichen Vereinigungen Rechenschaft über ihr Salär ablegen. Soviel Einblick hätten Zwangskunden von ARD und ZDF auch verdient.

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