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Krisenfinanzierung: Bundeskanzlerin Angela Merkel legt zusammen mit dem französischen Staatspräsident Emmanuel Macron die deutsch-französischen Ideen für einen „Wiederaufbaufonds“ vor. Bild: Mart Klein und Miriam Migliazzi

Gemeinsame EU-Schulden : Das wird teuer

Die Kosten der Corona-Pandemie sind enorm. Deshalb sollen die EU-Staaten erstmals gemeinsame Schulden machen. Ist das der Anfang eines neuen Europa? Oder eine Gefahr?

          7 Min.

          Bis vor wenigen Wochen drohte das Coronavirus zum Spaltpilz Europas zu werden. Die EU-Staaten schlossen ihre Grenzen ohne Abstimmung mit den Nachbarländern, sie erließen Exportverbote für medizinische Ausrüstung und hatten überhaupt wenig Interesse daran, den Binnenmarkt und damit den EU-Kernbestand zu schützen. Stattdessen erhob sich schriller Streit über die Finanzierung der wirtschaftlichen Krisenfolgen.

          Werner Mussler

          Wirtschaftskorrespondent in Brüssel.

          Doch mittlerweile hat sich das Blatt gewendet. Der innereuropäische Finanzstreit hat sich beruhigt, schon weil sich die von der Pandemie am stärksten betroffenen Länder Italien und Spanien nicht mehr als Opfer eines angeblich unbarmherzigen Nordeuropa darstellen können. Und immer öfter hört man auch in der EU die allgegenwärtige Phrase, in dieser Krise stecke eine große Chance.

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