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Nutzfahrzeuge : MAN fährt in die roten Zahlen

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MAN ohne echte Power Bild: MAN AG

Schleppende Nachfrage und Probleme mit der britischen Tochter führen zu einem überraschenden Verlust bei MAN. Weitere Stellen werden gestrichen.

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          Der Maschinenbau- und Nutzfahrzeugkonzern MAN streicht nach deutlichen Verlusten im dritten Quartal noch einmal zusätzlich 2.000 Arbeitsplätze. Bis Ende 2002 fallen somit insgesamt 6.000 der 79.000 Arbeitsplätze weg.

          Für das laufende Jahr halbierte MAN die Gewinnprognose auf rund 200 Millionen Euro vor Steuern. In den ersten neun Monaten verdiente der Konzern nur noch 68 (Vorjahr: 515) Millionen Euro vor Steuern. Der Umsatz lag mit 11,4 Milliarden Euro knapp unter dem des Vorjahreszeitraumes. Der Auftragseingang sank um rund acht Prozent.

          Besonders heftig kam es für den Münchner Konzern jedoch im dritten Quartal - hier wurde ein Verlust von 59 Millionen Euro eingefahren nach einem Nettogewinn von 48 Millionen Euro im Vorjahresquartal. Analysten hatten im Vorfeld mit schwarzen Zahlen gerechnet. Für die Verluste sind vor allem der rückläufige Nutzfahrzeugmarkt, aber auch interne Probleme verantwortlich. So belasteten auch die Kosten für die Sanierung der britischen Tochter ERF.

          „Der Verlust im dritten Quartal kam etwas überraschend“, sagte Pia-Christina Schulze, Analystin bei Merck Finck. Der Konzern habe in der letzten Zeit zahlreiche Probleme gehabt und müsse nun zwangsläufig Arbeitsplätze abbauen. Von dem schleppenden Absatz bei Nutzfahrzeugen ist nicht nur MAN betroffen, sondern auch die Hauptkonkurrenten Scania und Volvo, die ebenfalls mit einem Stellenabbau auf den Nachfrageeinbruch reagiert haben.

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