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NRW-IG-Metall-Chef : Burkhard soll ThyssenKrupp-Arbeitsdirektor werden

  • Aktualisiert am

Gewerkschafter Burkhard Bild: dapd

Einer der aufstrebenden IG-Metall-Bezirksleiter will in die Vorstandsetage von ThyssenKrupp. Angesichts der abflauenden Konjunktur können die Beschäftigten einen starken Fürsprecher vielleicht noch gut gebrauchen.

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          Der nordrhein-westfälische IG-Metall-Chef Oliver Burkhard (40) will als Arbeitsdirektor zu ThyssenKrupp wechseln. Die Gewerkschaft und Deutschlands größter Stahlkonzern teilten am Montag mit, dass Burkhard als Kandidat antrete. Obwohl es mehrere Bewerber gibt, werden dem durchsetzungsstarken Gewerkschafter gute Chancen eingeräumt. Der Aufsichtsrat will am 21. November über die Personalie entscheiden. Der jetzige Arbeitsdirektor Ralph Labonte, dessen Vertrag bis Ende September 2013 läuft, hatte aus gesundheitlichen Gründen um Ablösung gebeten.

          Der gebürtige Frankfurter Burkhard ist seit 2007 IG-Metallchef im bevölkerungsreichsten Bundesland. Er gilt als intelligent und durchsetzungsstark und wurde öffentlich auch als Kandidat für die IG Metall Spitze gehandelt. Allerdings hieß es aus der IG Metall in NRW, wegen seines geringen Alters wäre Burkhard für die Spitzenposition der Gewerkschaft aktuell noch nicht infrage gekommen. Auf den Vorstandsjob bei ThyssenKrupp bewerben sich mehrere Kandidaten, wie ein Unternehmens-Sprecher sagte. Beobachter räumen Burkhards Bewerbung aber sehr gute Chancen ein.

          ThyssenKrupp beschäftigt bundesweit rund 58.000 Mitarbeiter und allein in NRW etwa 40.000 Menschen. Das Unternehmen ist wegen der flauen Konjunktur und dem Milliarden-Debakel um die neuen Werke in Brasilien und den Vereinigten Staaten derzeit in schwerem Fahrwasser und musste Mitte August einen Gewinneinbruch für das dritte Quartal melden. An fünf Standorten wurde ab August Kurzarbeit für mehr als 2000 Mitarbeiter eingeführt.

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