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Novartis' Sanierungsprogramm : Vasellas Füllhorn

  • -Aktualisiert am

Novartis-Chef Vasella hat auf der Bilanzpressekonferenz eine Steigerung der Ausschüttungsquote auf bis zu 60 Prozent versprochen. Doch der Konzern muss erst noch zeigen, dass er die Delle in Amerika bereinigen kann. Keine leichte Aufgabe für den neuen Chef.

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          Das Vorgehen spricht Bände: In seinem Schlusswort auf der Bilanzpressekonferenz betonte Novartis-Chef Daniel Vasella die Kapitalmaßnahmen zugunsten der Aktionäre. Er versprach eine Steigerung der Ausschüttungsquote auf bis zu 60 Prozent nach 49 Prozent für 2007 und Aktienrückkäufe, für die der gesamte freie Mittelzufluss eines Jahres eingesetzt werden könnte.

          Dazu passt die Dividendenerhöhung um knapp ein Fünftel. Die Ankündigungen sind verständlich. Operativ muss der Konzern erst noch zeigen, dass er die Delle in Amerika bereinigen kann - eine Herkulesaufgabe für den neuen Chef der Pharmasparte.

          Novartis verfügt über ein Finanzpolster von 13 Milliarden Franken

          Das Sanierungsprogramm wird erst 2010 seine volle Wirkung entfalten. Zugleich verfügt Novartis nach dem Verkauf der Gerber Kinderkost und der medizinischen Ernährung über ein Liquiditätspolster von mehr als 13 Milliarden Franken.

          Da man über mögliche Akquisitionen tunlichst nicht redet, bleiben Kapitalbonbons, um die durch den Kursverlauf enttäuschten Aktionäre zu beruhigen. Gerade Aktienrückkäufe eignen sich dafür. Einerseits stabilisieren sie den Aktienkurs. Andererseits ergibt sich dadurch eine höhere Eigenkapitalrendite, mit der das Management ohne weitere Leistung glänzen kann.

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