Novak Djokovic : „Männer verkaufen mehr Tickets“

Männer sollen im Tennis wieder höhere Preisgelder bekommen als Frauen, fordert Topstar Novak Djokovic. Das ist eine Provokation. Ist sie gerechtfertigt?
Novak Djokovic ist ein herausragender Tennisspieler und ein mitunter vorwitziger Gesprächspartner. Allerdings beweist der Serbe, der von Boris Becker betreut wird und seit fast zwei Jahren die Herren-Weltrangliste anführt, auch immer mal wieder ein gewisses Talent, es sich mit Kollegen zu verscherzen. Als der Serbe vor einigen Jahren die Marotten seiner Profikollegen parodierte, beispielsweise Rafael Nadals Gezupfe an der Hose und Maria Scharapowas Gefummel an den Haaren, da lachte die halbe Tenniswelt über seine schauspielerischen Fähigkeiten. Die verulkten Spielerinnen und Spieler allerdings reagierten eher reserviert auf die Darbietungen. Nun hat es Djokovic am vergangenen Sonntag abermals geschafft, einen Teil des Tenniszirkus gegen sich aufzubringen. Und zwar mit einem Satz, der gewöhnlich nur in Herrenumkleiden hinter verschlossenen Türen fällt. Männliche Tennisprofis, so forderte der Serbe nach seinem Turniersieg im kalifornischen Indian Wells indirekt, sollten wieder mehr Preisgeld als ihre weiblichen Kollegen bekommen. Dies sei nur fair, da es die Herren seien, „die mehr Aufmerksamkeit und Zuschauer anziehen und mehr Tickets verkaufen“.
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